Rheinische Post vom 02.09.2015

2. September 2015 at 17:22

Ernst Kiwitz holt den Vogel mit dem 55. Schuss runter

Stadt Willich. „Es ist alles super gelaufen“, bilanzierte gestern der Präsident der Anrather St.-Sebastianus-Bruderschaft, Christian Lüpertz. Super lief es aber auch für Schützenkönigin Natascha Oerschkes, für ihr gesamtes weibliches Königshaus – und für Ernst Kiwitz. Der 59-jährige Fernkraftfahrer erfüllte sich einen Traum und holte am letzten Tag des Schützenfestes bereits mit dem 55. Schuss den Holzvogel herunter. Er wird das nächste Anrather Heimatfest aus der ersten Reihe anführen.

Rheinische_Post_02.09.2015

Ernst Kiwitz (Mitte) ist neuer Schützenkönig der Anrather St.-Sebastianus-Bruderschaft. Foto:Kaiser

Seine Zielsicherheit hatte der neue König, der erst noch im Frühjahr nächsten Jahres gekrönt wird, schon einige Male unter Beweis gestellt. So war Ernst Kiwitz bereits dreimal in seiner Formation der „Doktorei und Mediziner“ Gruppen-König gewesen. Und da er dies in diesem Jahr zum dritten Mal schaffte, ist er sogar Gruppen-Kaiser. Übrigens: 59 Jahre alt ist Ernst Kiwitz nicht mehr lange. Am 17. September feiert er seinen runden Geburtstag. Und die Zahl 60 war mit der wesentliche Grund, König zu werden und mit seiner Marlene, mit der er seit acht Jahren verheiratet ist, 2016 das Königspaar zu sein. „Damit geht aber auch ein Kindheitstraum in Erfüllung“, sagt Kiwitz.

Noch ist der „Mediziner“ Ernst Kiwitz aber nicht in Amt und Würden. Er half auch gestern beim Abbau der Tribüne auf dem Markt mit seiner Gruppe tatkräftig mit. Seine Minister-Paare werden Thomas und Ina Münch sowie Ralf und Andrea Oerschkes sein; der königliche Offizier ist der Anrather Schützenkönig des Jahres 2014, Marco Gotzes. Standfest ist Ernst Kiwitz allemal: Als das Festzelt in der Nacht zum Dienstag schloss, wurde auf den Volltreffer noch privat mit einigen Schützen bis zum frühen Morgen kräftig weitergefeiert.

Quelle: schö

Willicher Nachrichten vom 02.09.2015

2. September 2015 at 16:38

Willicher_Nachrichten_02.09.2015

Rheinische Post vom 31.08.2015

31. August 2015 at 23:00

Ein buntes Fest für die „Anrather Mädels“

Stadt Willich. Mit Schützenkönigin Natascha Oerschkes an der Spitze präsentiert sich die Anrather Sebastianus-Bruderschaft in prächtiger Feierlaune. Er gab viele Ehrungen und Beförderungen. Von Willi Schöfer.

Zahlreiche Schützen wurden gestern geehrt beziehungsweise befördert (Namen im Text). FOTO: wolfgang kaiser

Zahlreiche Schützen wurden gestern geehrt beziehungsweise befördert (Namen im Text). FOTO: wolfgang kaiser

„Ich bin stolz, der Präses dieser Bruderschaft zu sein und ich in meiner Amtszeit die erste Schützenkönigin erleben zu dürfen“, sagte bei der Festmesse am Ende seiner Predigt Pfarrer Markus Poltermann. Dafür gab es langen Applaus. Gemeint war die 26-jährige Königin Natascha Oerschkes, die derzeit mit ihren Freundinnen Yvonne Otto (26), Nadine Limbach (24) und Sabrina Wallraf (26) das Anrather Schützenfest anführt. Poltermann lobte die von Christian Lüpertz angeführt Sebastianus-Bruderschaft: „Dass Sie das erlaubt haben, ist ein Zeichen, dass die Bruderschaft auf der Höhe der Zeit ist.“

Der katholische Geistliche feierte oft mit, war auch im Festzelt mittendrin, als es am Samstagabend zu den Königinnen-Tänzen kam. So ganz ohne Männer ging es dann aber doch nicht: Die „Anrather Mädels“ und die weiblichen Musketiere standen Spalier, als Natascha mit ihrem Freund Sebastian Gerhards (26) zur Tanzfläche ging. Es wurde Disko-Fox getanzt, unter anderem zum Song „Wenn die Wunderkerzen brennen“. Und auch die Ministerfrauen und die königliche Offizierin Sabrina Wallraf hatten ihre Partner im Schlepp. Nachdem die ersten beiden Zeltveranstaltungen, vor allem am Freitag das „Take Off“ mit DJ Sascha, sehr gut besucht waren, gasb es gestern Nachmittag draußen einen weiteren Höhepunkt: Mit den anderen Abordnungen dürften es etwa 400 Schützen und hundert Musiker gewesen sein, die beim Festumzug über die Straßen zogen.

Mit zackigem Schritt waren die Sebastianer im Ort unterwegs. Das Schützenfest trifft auf große Resonanz in der Bevölkerung. FOTO: wolfgang kaiser

Mit zackigem Schritt waren die Sebastianer im Ort unterwegs. Das Schützenfest trifft auf große Resonanz in der Bevölkerung. FOTO: wolfgang kaiser

Einer der Hingucker dabei war eine neue Formation mit einem langen Namen, das „1. Westfälische Feldartillerie-Regiment Nr. 7“. In Pickel- und Sturmhauben ließ sich die sechsköpfige Gruppe um ihren Kommandanten Roland Bellé in historischen Kostümen von Pferden ziehen, saß auf einer Kanone oder im Materialwagen, „Protze“ genannt. Erstmals dabei waren ferner als „Royal Guard Anrath“ Olaf Meiendresch, Robin Siebert und Ralf Schmitz.

Nach dem Regen und dem Ausfall der größten Parade im vergangenen Jahr zeigte sich das Regiment zur Festparade mit Großem Zapfenstreich erstmals komplett im neugestalteten Ortskern. Vor der Tribüne war es am Samstagabend nach der Messe und unmittelbar vor der ersten Parade zu einem kleinen Zwischenfall gekommen. Der Fahrer eines Linienbusses machte gerade seine 15-minütige Pause. Der Bus stand leer vor der Tribüne. Minuten später kehrte der Fahrer aus einer Spielhalle zurück, es konnte weitergehen.

Stolz auf seine Königs-Tochter beziehungsweise auf die Enkelin Natascha waren ihr Vater, Ehren-Präsident Alexander Oerschkes, und ihr Großvater, Werner Oersches. Der 77-Jährige hat so somit bislang drei königliche Nachkommen: Erst waren seine Söhne Alexander und Ralf Schützenkönige gewesen, jetzt Natascha.

Bemerkenswert ist, dass der Eintritt ins Festzelt, in dem bisher „Herzschlag“ und „Klangstadt“ spielten, wieder einmal kostenfrei war. Dort standen auch einige Schützen besonders im Mittelpunkt. So freute sich gestern Norbert Tenelsen („Anroder Offiziere“) über das Silberne Verdienstkreuz und Schießleiterin Ute Lingen über das Ehrenkreuz des Sports in Bronze. Ferner wurden für 25-jährige Bruderschaftstreue Jürgen Lingen („Anrötsche Jonges“) und Hennes Alsdorf von der Doktorei ausgezeichnet. Beförderungen standen außerdem an. Die neuen Stabsrittmeister sind Matthias Geißels und Stefan Berger. Zu Hauptmännern wurden Alois Kiwall und Dieter Becker. Oberleutnant: Martin Lüngers, Angelos Gkanas, Marco Gotzes, Marlene Kiwitz und Ralf Kater. Leutnant: Jessica Seffern und Sabrina Kloss. Schön anzusehen mit den vielen schwarz-gelb-weißen Rosen war noch die Königsburg, das „Hotel zur Post“. Und es gab weitere glückliche Menschen, nämlich diejenigen, die bei den Verlosungen unter anderem Fahrrad, Großbildschirm oder Fotokamera gewannen.

Quelle: RP

Rheinische Post vom 27.08.2015

27. August 2015 at 15:25

Schützenfest zum ersten Mal mit Königin

Rheinische Post vom 27.08.2015

Mit einem rein weiblichen Königshaus feiert die Bruderschaft in diesem Jahr ihr Schützenfest.

Stadt Willich. Am Wochenende feiert die Anrather St.-Sebastianus-Bruderschaft ihr Schützenfest. Mit Natascha Oerschkes gibt es zum ersten Mal in der langen Geschichte eine Königin. Los geht es morgen um 20 Uhr auf dem Martinsplatz. Von Willi Schöfer

Seit 1463 gibt es die St.-Sebastianus-Bruderschaft Anrath. „Und es ist das erste Mal, dass wir eine Schützenkönigin haben“, freut sich nicht nur Präsident Christian („Lupo“) Lüpertz auf diese besondere Premiere. „Wir werde das Ding schon schaukeln“, sagt noch gelassen die 26-jährige Natascha Oerschkes, der im vergangenen Jahr mit dem 86. Schuss der Volltreffer gelungen war. Und die gelernte und praktizierende Hair-Stylistin wird beim kurz bevorstehenden Fest (28. bis 31. August) mit weiteren jungen Damen im Mittelpunkt stehen. Denn ihre Ministerinnen sind Yvonne Otto (26) und Nadine Limbach (24), Königsoffizierin ist Sabrina Wallraf (26).

Die vier jungen Damen, die größtenteils seit vielen Jahren aktiv dabei sind, erst als Musketiere, dann in der Formation der „Anrather Mädels“, freuen sich auf die Festtage. Sie haben sich auch eigens für diesen Zweck einen neuen anthrazit-farbenen Schützenrock mit schwarzen Hosen von Helgard Meer maßschneidern lassen. „Nur am Sonntag ziehen wir unsere Ballkleider an“, sagt die Königin, die sich mit ihrem königlichen Haus schnell über die Verwendung der kleinen Spenden anderer Gesellschaften einig war: Diese werden an die integrativen Gruppen des Schiefbahner Turnvereins weitergegeben.

Natürlich werden die regierenden Frauen von ihren Partnern oder Freunden begleitet. Auch Königin Natascha, ein großer KEV-Fan, ist nicht allein: Die Tochter des Ehren-Präsidenten Alexander Oerschkes hatte vor wenigen Monaten den Alt-Willicher Schützen Sebastian Gerhards näher kennengelernt. „Sebastian darf natürlich auch mit“, sagt die Regentin schmunzelnd. Alle Vier haben ihre Urlaubsscheine schon längst abgegeben. Die Königsburg entsteht gerade von den „Anroder Offizieren“ mit ihrem Bauleiter Dieter Becker an der Gaststätte „Hotel zur Post“, Jakob-Krebs-Straße.

Die Anrather Bruderschaft besteht derzeit aus 135 männlichen und 40 weiblichen Schützen. Viel mehr, nämlich insgesamt etwa 400 plus 80 Musiker, dürften es beim großen Festumzug am Sonntagnachmittag sein. „Dann werden wir hoffentlich endlich durch die neugestaltete Anrather Ortsmitte ziehen, nachdem der vorjährige Festumzug wegen des Regens ausfallen musste“, meint Lupo Lüpertz. Erstmals mit dabei: das „1. Westfälische Feldartillerie-Regiment“ und die „Royal Guard Anrath“.

Lüpertz ist sich sicher: „Wir werden das beste Wetter haben, Sonne, etwa 25 Grad.“ Bemerkenswert ist noch, dass wieder einmal der Besuch zu sämtlichen Zeltveranstaltungen kostenlos ist. Allerdings musste der Bierpreis etwas angehoben werden: von 1,70 auf 1,80 Euro.

Quelle: RP

Willicher Nachrichten vom 26.08.2015

26. August 2015 at 15:54

Willicher Nachrichten 26.08.2015-1

Willicher Nachrichten 26.08.2015-2

Westdeutsche Zeitung vom 26.08.2015

26. August 2015 at 10:07

Westdeutsche Zeitung vom 26.08.2015

In Anrath regieren die „Mädels“

Beim Schützenfest steht ab Freitag Natascha Oerschkes im Mittelpunkt.

Anrath. Die Anrather St. Sebastianer schreiben Bruderschaftsgeschichte:

Mit Natascha I. Oerschkes regiert am Wochenende zum ersten Mal eine Königin. Sie wird unterstützt von der 1. Ministerin Yvonne Otto, der 2. Ministerin Nadine Limbach sowie der Königsoffizierin Sabrina Wallraf.

Die Königin hat reichlich Schützengene geerbt: „Ich bin die Fünfte in unserer Familie, die die Schützenkönigswürde errungen hat“, sagt die 26-jährige Frisörin. Ihr Vater Alexander Oerschkes war 1987 Anrather Schützenkönig, 1990 folgte ihm als König ihr Onkel Georg Lach, 1991 ihr Onkel Ralf Oerschkes, und 1998 war ihr Großvater Rudolf Lach Schützenkönig. Natascha Oerschkes schloss sich vor elf Jahren der Gruppe „Anrather Musketiere“ an. Vor fünf Jahren gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der „Anrather Mädels“. Bis 2014 war die jetzige Königin stellvertretende Jungschützenmeisterin.

Natascha Oerschkes war 2014, als sie den Königsvogel abgeschossen hatte, noch Single. Das hat sich mittlerweile geändert. Der Glückliche heißt Sebastian und ist in Alt-Willich Schütze.

Das weibliche Königshaus wird ganz neue graue Schützenröcke tragen. Die Residenz wird in der Gaststätte „Zur Post“ errichtet, die Gruppe „Anroder Offiziere“ wird entsprechend aktiv werden.

Nachdem die Parade im vergangenen Jahr wegen Starkregens ins Wasser gefallen war, hofft das Königshaus jetzt auf schönes Wetter. An den Festzügen werden sich bis zu 480 Teilnehmer beteiligen. Natascha Oerschkes verzichtet auf Blumen und Geschenke und bittet statt dessen um eine Spende zugunsten der Integrativen Gruppedes TV Schiefbahn.

Willicher Nachrichten vom 24.06.2015

24. Juni 2015 at 19:11

Willicher-Nachrichten-vom-24.06.2015

Rheinische Post vom 27.04.2015

27. April 2015 at 19:14

Rheinische_Post_27.04.2015

Beim Krönungsball in der Brauerei Schmitz-Mönk: (v.l.) Guido Görtz, Sabrina Wallraf, Yvonne Otto, Natascha Oerschkes, Christian Lüpertz, Nadine Limbach und Pfarrer Markus Poltermann. (Foto: W. Kaiser, RP)

Stadt Willich

Der Krönungsball der Schützenkönigin

Stadt Willich. Erst war mit der neuen anthrazitfarbenen Uniform ein Fotoshooting angesetzt. Dann gingen eine Friseuse, eine PTA, Restaurantkauffrau und eine Altenpflegehelferin erst einmal essen. Und am Abend war aus den vier Damen ein königliches Quartett geworden. Erstmals in der Geschichte der Sebastianus-Bruderschaft wurde mit der 25-jährigen Natascha Oerschkes eine Schützenkönigin gekrönt. Ihr zur Seite stehen die Ministerinnen Yvonne Otto (25), Nadine Limbach (24) sowie die Königs-Offizierin Sabrina Wallraf (25).

„Klar bin ich ein wenig aufgeregt, aber wir Mädels wollten das ja so“, sagte Natascha, kurz bevor sie von Marco Gotzen das Königssilber übernahm. Sie erinnert an das Vorjahr, als ihre Schützenformation der „Anrather Mädels“ ein Schützenfest in Neersen besucht hatte und zu später Stunde der Slogan „Alle Macht den Frauen“ fiel. Warum sollte eine Frau nicht mal Schützenkönig werden? Präsident Lupo Lüpertz hatte nichts dagegen. Der Volltreffer gelang. Annähernd 300 Personen kamen in die Hausbrauerei Schmitz-Mönk. Dabei war auch der 77-jährige Großvater der Königin, SPD-Urgestein Werner Oerschkes, er sagte: „Ich bin richtig stolz darauf, dass sich Natascha so etwas zutraut.“ Schweren Herzens musste Vorjahreskönig Marco Gotzes mit seinen Ministern Dietmar Kivelip und Klaus Dieter Will sowie Königsoffizier Andreas Tives abdanken. Zum Tanz spielte und sang die Band „Mirage“, Eva, Benni und Neno. Zahlreiche Kavaliere baten das weibliche Königshaus zum Tanz. Und im Laufe des Abends beförderte der Präsident Dr. Thomas Münch zum Stabsarzt und zeichnete den langjährigen Jungschützenmeister Thomas Schmitz aus.

Quelle: schö

Rheinische Post vom 03.09.2014

3. September 2014 at 20:07
Stadt Willich

Die erste Schützenkönigin in Anrath

Stadt Willich. Natascha Oerschkes holte den Vogel mit dem 86. Schuss von der Stange. Damit ist sie die erste Frau an der Spitze des Marschier- und Feier-Regiments in der über 550-jährigen Geschichte der St.-Sebastianus-Bruderschaft. Von Willi Schöfer
„Lupo, hast du ein Problem damit?“, fragte vor einigen Wochen Natascha Oerschkes den Präsidenten der St.-Sebastianus-Bruderschaft, Christian Lüpertz, ob er sich eigentlich vorstellen könne, dass auch einmal eine Frau eine Schützenkönigin in Anrath wird. „Überhaupt nicht“, bekam sie zur Antwort. Gesagt, getan: Die 25-Jährige legte sich dann auch beim Vogelschuss mächtig ins Zeug und holte am Montagabend exakt um 19.34 Uhr das hölzerne Federvieh mit dem 86. Schuss herunter. Es ist in der über 550-jährigen Geschichte der Bruderschaft das erste Mal, dass im nächsten Jahr eine Frau an der Spitze des Marschier- und Feier-Regiments steht.

„Es musste jetzt endlich mal eine Frau ran“, begründete Königin und KEV-Fan Natascha ihren Entschluss, beim Vogelschuss anzutreten und ihr Bestes zu geben. Sie, die als Friseurin in Korschenbroich arbeitet, war schon vor etwa zehn Jahren der Formation der „Musketiere“ beigetreten. 2010 wechselte die heute 25-Jährige zu den „Anrather Mädels“. Und als die Frauen in ihren schwarzen Hosen und Westen, weißen Hemden und hellgelben Halstüchern kürzlich das Schützenfest des Vereins „Klein Jerusalem“ in Neersen besucht hatten, kam ihr die Idee, das Amt der Schützenkönigin anzustreben. Natascha hatte auch schnell ihre Ministerinnen und die königliche Offizierin gefunden: Es sind Yvonne Otto (25), Nadine Limbach (23) und Sabrina Wallraf (25), allesamt echte Anrather Mädels.

„Ich bin stolz wie Oskar“, sagte nach dem Volltreffer am Rande des mit rund 250 Personen sehr gut besuchten Vogelschießens der Vater der neuen Königin, Alexander Oerschkes. Der 50-jährige Ehren-Präsident der Bruderschaft war selbst 1987 Schützenkönig gewesen, ihr Opa Georg Lach im Jahr 1998. Auch ihr anderer Großvater, Werner Oerschkes (76), war natürlich stolz auf seine Enkelin.

Da Natascha derzeit keinen Freund hat, gibt es demzufolge auch keinen offiziellen Prinzgemahl. „Wir vier Frauen machen das alleine, das schaffen wir schon“, sagte sie im Gespräch mit der RP zuversichtlich. Seine Königsburg will das Quartett im nächsten Jahr am Restaurant „Zur Post“ aufbauen. Zur offiziellen Krönung kommt es aber erst im April.

Die Mädels und Frauen gehören schon lange zu den Sebastianern dazu. „Schon Anfang der 1990er- Jahre haben wir die Satzung geändert, dann auch weibliche aktive Mitglieder aufgenommen“, sagte Präsident Lüpertz. Vor etwa 15 Jahren sei dann auch beschlossen worden, ergänzte er, dass auch Frauen Schützenkönig werden dürfen.

Zu den ersten Gratulanten der neuen Königin gehörte die noch amtierende Majestät Marco Gotzes. Sieht man einmal von den Regengüssen ab, so vor allem am Sonntag, sprachen Gotzes als auch seine Minister Dietmar Kivelip und Klaus-Dieter Will sowie Königsoffizier Andreas Tives von schönen und unvergesslichen Erlebnissen.

Unter großem Hallo wurde die neue Königin beim letzten Schützenball im Festzelt, als die Coverband „Herzschlag“ aufspielte, vorgestellt. „Lass mich dein Prinzgemahl sein“, kamen dabei zu später Stunde entsprechende Angebote. Natascha blieb aber standhaft.

Quelle: RP

Rheinische Post vom 01.09.2014

1. September 2014 at 14:33
Rheinische_Post_01.09.2014

Vorbeimarsch der Schützen am Samstag vor Schützenkönig Marco Gotzes und seinem Hofstaat sowie den Ehrengästen. Heute ist für 16.45 Uhr die Abschlussparade für das Schützen- und Heimatfest in Anrath geplant. FOTO: WOLFGANG KAISER

Stadt Willich

Regen: Festumzug gestern abgebrochen

Stadt Willich. Die St.-Sebastianus-Bruderschaft von 1463 feiert in Anrath Schützen- und Heimatfest. Heute ist der letzte Tag. Der Eintritt im Festzelt ist wie an allen Tagen kostenlos. Um 17.30 Uhr soll ein neuer König – oder Königin – ermittelt werden. Von Willi Schöfer

Marco Gotzes ist 32 Jahre und Junggeselle. Als König von Anrath wusste er sich aber zu helfen, forderte bisher bei den Festbällen seine Hofdame Julia Steffen (34) auf. Gemeinsam tanzten sie zu Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ den Disco-Fox. So geschehen beim derzeit noch laufenden Schützenfest der St. Sebastianus Bruderschaft.

Atemlos waren auch am gestrigen Morgen, als gerade der Kranz auf der Gedenkstätte des Friedhofs niedergelegt war, die etwa 130 aktiven Sebastianer. Denn bei einem kräftigen Regenguss wurde schnell ein sicherer Unterschlupf unter Bäumen oder Vordächern gesucht.

Das Wasser sollte die Schützen gestern auch am Nachmittag begleiten. Es regnete so stark, dass der große geplante Festumzug abgebrochen werden musste. Die Parade mitsamt dem Zapfenstreich musste ins Festzelt verlegt werden. Dabei sollte es mit den befreundeten Königshäusern der größte Tag mit etwa 350 Schützen und Musikern auf den Straßen werden. Auch die Kutschenfahrt mit einigen besonderen Gästen, so mit dem Bürgermeister und dem neuen evangelischen Anrather Pfarrer, Christoph Kückes, dauerte nicht lange.

Ansonsten griffen die Schützen natürlich gerne zum Wasser und vor allem zum Gerstensaft. So schleppte gerade gestern beim musikalischen Frühschoppen mit der Kapelle von TV Jahn Bockum unter anderem Kellnerin Biggi jede Menge Biersäulen durchs Zelt. Gefüllt mit drei Litern, inklusive Zapfhahn am Glas, für 25,50 Euro das Stück. Auch die „Meisterschützen“ ließen es sich schmecken.

„Bis auf den Regen lief alles rund“, darin waren sich König Gotzes, seine Minister Dietmar Kivelip und Klaus-Dieter Will sowie der königliche Offizier, Andreas Tives mit ihren Frauen einig. Die 15. Sebastianer Zeltfete mit DJ Sascha zum Auftakt war noch stärker besucht als der erste Festball mit der Coverband „California Blue“. Und auch Präsident Christian Lüpertz, von seinen Freunden nur „Lupo“ genannt, strahlte auch hinsichtlich des heute stattfindenden Königsvogelschusses. Denn unter den ernsthaften Bewerbern soll erstmals in der über 550-jährigen Geschichte der Bruderschaft eine Frau sein. Feuer frei an der Schießrute Wöbel ab 17.30 Uhr.

Christoph Seffern und Daniel Klein hatten mit ihren Teams der Schützenmajestät an der Gaststätte „Zum Lindenwirt“ eine imposante Königsburg gebaut. Lindenwirt Friedhelm spendierte dort allen Schützen am Samstag eine leckere Erbsensuppe. Die Senioren des Altenheimes freuten sich wieder über die „Pruumetaat“, den Pflaumenkuchen hatte die Bäckerei Hauser gebacken.

Unterstützung und Verstärkung bekam der 15 Jahre alt gewordene Wach- und Offizierszug der „Braven Jonges“ (Zugführer ist Tino Steffen) auch vom König der benachbarten St. Johannes Schützengesellschaft Clörath-Vennheide, Markus Berger. Er marschierte mit seinen Ministern und dem Königsoffizier mit. In den nächsten Wochen wollen die Verantwortlichen beider Gemeinschaften mal miteinander reden, ob aus Kostengründen in Zukunft ihre Heimatfeste im jährlichen Wechsel stattfinden sollen.

So weit ist es aber noch nicht. In den Schützenzügen machten auch zahlreiche Mädchen und Damen mit. Neu waren die jungen „Meisterjäger“, im Schnitt zehn bis zwölf Jahre alt. „Die Gruppe wollte sich erst „Jägermeister“ nennen, aber da hat unser Jungschützenmeister Jürgen Waßer ein Veto eingelegt“, sagte und schmunzelte dabei Christian Lüpertz.

Heute geht das Anrather Schützenfest in die letzte Runde. Zum großen Schützenball im Festzelt spielt „Herzschlag“ auf. Der Eintritt ist wie immer kostenlos. Bereits um 16.45 Uhr beginnt die Abschlussparade am Markt.

Quelle: RP
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