Rheinische Post vom 28.04.2014

28. April 2014 at 20:42
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Bei Schmitz-Mönk wurde am Samstagabend das neue Anrather Königshaus feierlich inthronisiert. FOTO: Wolfgang Kaiser

Stadt Willich

Die Anrather Schützen feiern ihren neuen König

Stadt Willich. Die Königsburg für Marco Gotzes wird im August beim Linden-Wirt an der Lindenstraße aufgebaut.

„Schönes Wetter und viel Spaß an der Freud“, dies erhofft sich Marco Gotzes vor allem für einige Tage im Spätsommer. Denn vom 29. August bis 1. September ziehen die Schützen durch die Anrather Straßen, findet das beliebte Heimatfest der St.-Sebastianus-Bruderschaft statt. Dazu wurde der 31-jährige Marco I. Gotzes jetzt in den königlichen Stand erhoben. Annähernd 200 Gäste kamen zur Königskrönung in die Haus-Brauerei Schmitz-Mönk. Darunter auch Ehrenpräsident Alexander Oerschkes, eine Abordnung mitsamt des Königshauses der St.-Johannes-Schützengesellschaft Clörath/Vennheide, mit dem „Honschafts-Bürgermeister“ Dieter Lambertz an der Spitze.

Natürlich durfte Willichs Bürgermeister Josef Heyes nicht fehlen. Bevor Heyes gemeinsam mit Präses Markus Poltermann die Inthronisierung vornahm, galt es dem jungen Königshaus um den 25-jährigen Christoph Seffern zu danken. Schweren Herzens („Es hat uns allen viel Freude gemacht, wir werden das Fest nie vergessen“) musste Seffern das Silber abgeben. Viel Applaus gab es ferner für Ex-Königin Jessica Faasch, die Minister Florian Kempen und Pascal Auszra und für Königsoffizier Sven Grothues.

Dann war es endlich soweit, stand die Gruppe der „Brave Jonges“ im Mittelpunkt. Daraus kommen Marco Gotzes, seine Minister Dietmar Kivelip und Klaus-Dieter Will sowie der königliche Offizier Andreas Tives, der der Zugführer der Formation ist. „Ich habe deshalb im vergangenen Jahr auf den Vogel geschossen, weil unser Schützenzug in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert“, sagte der neue König. Der gelernte Marketing-Kaufmann hatte es 2004, damals war sein Vater Udo Binnemann amtierender Schützenkönig, schon einmal versucht. Er war aber damals ganz knapp Dr. Thomas Münch unterlegen, der dann 2005 zum König wurde.

Für die Unterhaltung auf der Tanzfläche sorgte beim Krönungsball die Coverband „Nightlife“. Der Disco-Fox des neuen Königshauses kam an, auch die Frauen der Minister und des Königsoffiziers, Marita Kivelip, Monika Will und Silvia Tives, verdienten sich beste Haltungsnoten. Wie übrigens auch die Tanzpartnerin des neuen Königs, der eigentlich noch Junggeselle ist.

Es wurde ein gelungener Abend, mit einem gut aufgelegten Präsidenten Christian, genannt „Lupo“, Lüpertz. Dieser sagte noch den Verantwortlichen von Rat und Verwaltung Dank für den neu gestalteten Ortskern. Lüpertz: „Unser Anrath ist ein Stückchen schöner und attraktiver geworden.“

So langsam können sich die Sebastianer auf das kommende Fest vorbereiten. Bis dahin finden noch einige Versammlungen im Bruderhaus statt. Die Königsburg wird im August beim Linden-Wirt an der Lindenstraße aufgebaut. Bis dahin wird es für den neuen König und sein Gefolge noch einige Auftritte bei den benachbarten Schützenfesten geben.

Jeder, der mal auf den Holzvogel schießen möchte, hat dazu am Nachmittag des 17. Mai die Gelegenheit. Dann ermittelt an der Schießanlage Berger die Mediziner-Gruppe ihren neuen Zugkönig. Und parallel dazu gibt es einen Wettbewerb für andere Interessierte. Und möglichst viele Besucher wünscht sich auch König Marco Gotzes beim diesjährigen Anrather Schützenfest.

Quelle: schö

Westdeutsche Zeitung vom 01.09.2013

1. September 2013 at 20:18

Antrag im Schützenzelt

Von Rudolf Barnholt
König Christoph I. Seffern hat öffentlich um die Hand seiner Freundin Jessica angehalten.

Rot-weiße Baustellen-Baken flankierten in Anrath die festliche Tribüne. Foto: Lübke, Kurt (kul)

Rot-weiße Baustellen-Baken flankierten in Anrath die festliche Tribüne. Foto: Lübke, Kurt (kul)

 

Anrath. „Es hätte nicht besser laufen können“: Schützenkönig Christoph I. Seffern genießt das Schützenfest in vollen Zügen. Und wenn Sonntag am späten Abend alles so abgelaufen ist, wie er es geplant und der WZ schon mittags verraten hatte, dann erntete sein hoch emotionaler Auftritt ein glückliches „Ja“. Des Königs Plan: „Ich gehe im Zelt auf die Knie.“ So wollte er seine langjährige Freundin und Königin Jessica I. Faasch fragen, ob sie seine Frau werden wolle. Ihr Ja war ihm ebenso wichtig wie sicher.

Geheiratet werden soll nächstes Jahr.

Eine spannende Frage, die bis heute im Raum steht: Wird es einen neuen Königsbewerber geben? Die 14. Sebastianer Zeltfete mit „Groove Company“ am Freitagabend verlief sehr harmonisch. Sie hätte aber ein paar Besucher mehr verdient, zumal die Königin an diesem Tag 23 Jahre alt wurde. Dafür war das Zelt Samstagabend sehr gut besucht. Die Formation „Herzschlag“ aus Duisburg kam zwar gut an, aber den Song von DJ Ötzi „Du bist es. . .“, den sich das Königspaar für den Königstanz gewünscht hatte, hatte sie nicht im Repertoire. „Ich bau’ Dir ein Schloss“ war die Alternative.

Wunderkerzen und ein spontaner Fackelzug durch den Ort

Eigentlich hätte es heißen müssen „ich bau Dir ’ne Burg“: Auf dem Klein-Beutels-Hof im Lohrfeld wirkt die Königsresidenz mit ihren hohen Türmen sehr stattlich und beeindruckend. Für Sonntagabend hatte König Christoph I. Wunderkerzen parat. Zuvor hatte er bei den Schwiegereltern in spe um die Hand ihrer Tochter angehalten. Das Paar ist seit zehn Jahren zusammen.

In der Nacht zu Sonntag bildete sich erstmals und ganz spontan ein Fackelzug durch Anrath. Neben den Männern vom Wachzug „Die Meisterschützen“ marschierten andere Schützen, aber auch Männer in Zivil mit.

Vier Kutschen sorgten für Glanz und Eleganz

Zu Glanz und Gloria bei den Paraden trugen vier Kutschen bei: Drei waren für das Königshaus reserviert, in der vierten saßen Bürgermeister Josef Heyes, Präses Markus Poltermann sowie die Schützen Hennes Alsdorf und Bernd Schinkels, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Brudermeister Markus Lüpertz war zufrieden: Die Stadt hatte die Baustelle so hergerichtet, dass die Paraden mit akzeptablen Einschränkungen möglich waren. Das Wetter spielte mit, nur am Samstag fiel leichter Regen.
Der Königszug „Die Meisterschützen“ hat sich einiges vorgenommen: „Wir möchten aus unseren Reihen alle paar Jahre den Schützenkönig stellen“, sagte Christoph Seffern. Auch er könne es sich sehr gut vorstellen, dieses hohe Amt wieder zu übernehmen. Dann jedoch nicht mehr mit Königin Jessica Faasch, sondern mit Jessica Seffern – geborene Faasch.

Die Parade vor der von der Sonne beschienenen Pfarrkirche St. Johannes in Anraths Ortsmitte. Foto: Lübke, Kurt (kul)

Die Parade vor der von der Sonne beschienenen Pfarrkirche St. Johannes in Anraths Ortsmitte. Foto: Lübke, Kurt (kul)

Beförderungen
Wolfgang Hartmann wurde von General Jürgen Mews zum Leutnant befördert, Ernst Kiwitz und Lutz Czychon wurden Oberleutnant. Thomas Münch ist jetzt Hauptmann, Ehrenpräsident Alexander Oerschkes wurde zum Oberstleutnant befördert.

Auszeichnungen
Lutz Czychon (50) von den Anroder Offizieren bekam von Bezirksbundesmeister Mike Kunze das Silberne Verdienstkreuz verliehen.

Jubiläum
Dieter Drescher feierte sein 25-jähriges Schützenjubiläum.

Neue Schützen
Schreinermeister Daniel Klein aus Neersen war maßgeblich am Bau der Burg beteiligt. Er marschiert bereits beim ASV in Willich und bei den Neersener Sebastianern mit. Jetzt schloss er sich zusätzlich dem Königszug „Die Meisterschützen“ an. Vorjahres-Schützenkönigin Sabrina Wallraf schloss sich den „Anrather Mädels“ an.

Programm
So geht’s weiter: Montag, 16.45 Uhr, stehen Parade und Juxparade auf dem Programm, ab 17.30 Uhr soll dann der neue Schützenkönig ausgeschossen werden

Rheinische Post vom 28.08.2013

28. August 2013 at 20:50
Über 300 Schützen und 150 Musikern marschierten gestern durch Anrath. FOTO: Kurt Lübke

Über 300 Schützen und 150 Musikern marschierten gestern durch Anrath. FOTO: Kurt Lübke

Stadt Willich

Königspaar ist in Erster Hilfe geübt

Stadt Willich. Ein junges Königshaus steht an der Spitze der Anrather St. Sebastianus-Bruderschaft, wenn sie vom 30. August bis 2. September ihr Jubiläums-Schützenfest feiert. Die Bruderschaft besteht seit 550 Jahren. Sie sucht dringend Nachwuchs. Von Willi Schöfer

Da kann ja eigentlich nichts mehr passieren: Medizinisch gut betreut feiern die Anrather Schützen ihr Heimatfest, denn ein Rettungssanitäter und eine Krankenschwester stehen beim Anrather Schützenfest der St. Sebastianus Bruderschaft vom 30. August bis 1. September in der ersten Reihe. Christoph Seffern, mit 24 Jahren der drittjüngste König der traditionsreichen Bruderschaft, und ihm zur Seite seine Königin und Freundin Jessica Faasch, die am Schützenfest-Freitag 23 Jahre alt wird.

In etwa genauso jung sind die Minister-Paare Florian Kempen (23) und Natascha Oerschkes (24) sowie Pascal Auszra (25) und Nadine Limbach (22). Das Königshaus vervollständigt der königliche Offizier Sven Groethues (26) mit seiner Freundin Sabrina Kloss (23). Und die Acht haben noch etwas gemeinsam: die vier Männer kommen allesamt aus der Formation der „Meisterschützen“, die es seit zwei Jahrzehnten gibt und die gemeinsam mit den „Heckenschützen“ der Wachzug sind. Die vier jungen Frauen sind seit einiger Zeit bei der Gruppe der „Anrather Mädels“ aktiv dabei. Übrigens sind bei den Sebastianern, die im April mit einem Festakt groß ihr 550-jähriges Bestehen gefeiert hatten, von den aktiven 130 Schützen etwa 30 Mädchen und junge Frauen.

Weil der Anrather Ortskern derzeit eine Baustelle ist, hat das auch Konsequenzen für das Heimatfest. „Es wird wegen der Kanal- und Straßenbauarbeiten im Zentrum zu einigen kleinen Veränderungen beim Zugweg kommen, damit ist gerade noch unser General Jürgen Mews beschäftigt“, sagte der Präsident Christian genannt „Lupo“ Lüpertz.

Diesmal sind auch wieder die Pferde dabei. Nachdem wegen einer „infektiösen Anämie“ während des Festes im vergangenen Jahr große Teile Anraths zum Sperrbezirk erklärt wurden, sind beim großen Festzug und Parade 14 Vierbeiner dabei. Dann werden 350 Schützen und 150 Musiker erwartet.

Trotz des Jubiläums-Schützenfestes ist die Bruderschaft bürgernah geblieben. So gibt es bei allen Veranstaltungen, bei denen an den Abenden erst die „Groove Company“ dann „Herzschlag“ und „Klangstadt“ aufspielen, freien Eintritt. Daher sind die Bierpreise leicht angehoben, aber im dritten Jahr konstant bei 1,70 Euro je 0,2 Liter.

Nicht nur das Königshaus freut sich auf das kurz bevorstehende Fest. Die imposante Königsburg, die die Meisterschützen mit Schreiner Daniel Klein aufgebaut haben, steht am Kleinbeudelshof. Auf den neuesten Stand gebracht haben die Sebastianer auch die Schießanlage an der Schreinerei Wöbel. „Bisher haben wir für den neuen Auffangkasten rund 1200 Euro aufgewandt, für die neuen Gewehre und für die Lafette brauchen wir noch Sponsoren“, sagt Lüpertz. Der Präsident dankt dem Allgemeinen Schützenverein Willich, der die Gewehre und Gerätschaften leihweise zur Verfügung gestellt hat. Was aber noch fehlt: ein Kandidat, der im nächsten Jahr Anrather Schützenkönig werden will und neue Bruderschaftsmitglieder: „Wir brauchen Nachwuchs“, sagte Präsident Christian Lüpertz. So laden auch die „Schwarzen Husaren“ für den 14. September zu einem bunten Sommerfest ein.

Quelle: RP

Westdeutsche Zeitung vom 14.04.2013

14. April 2013 at 23:00
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Beim Festakt der Bruderschaft (v.l.): Stefan Berger (MdL), Christian Lüpertz (Präsident), Bernd Straeten (Brudermeister), Franz Rosenberger (stellvertretender Diözesanbundesmeister) und Stefan Berger (2. Brudermeister). Dahinter die Fahnenabteilung.

Party: Sebastianer lassen es knallen

Von Rudolf Barnholt

Die Bruderschaft in Anrath feierte ihr 550-jähriges Bestehen.

Anrath. Die 550-jährige Geschichte der Anrather St. Sebastianer ist geprägt von Brüchen – bis tief ins 20. Jahrhundert hinein. So ruhte das Schützenleben nicht nur während des Zweiten Weltkrieges, sondern auch von 1955 bis 1978. Deshalb war es dem Präsidenten Christian „Lupo“ Lüpertz wichtig, im Rahmen der Jubiläumsfeier am Freitagabend in der Brauereigaststätte Schmitz-Mönk auf Folgendes hinzuweisen: „Egal, ob es der Bruderschaft schlecht oder gut ging, gefeiert wurde immer – und so soll es auch heute sein.“

Lob und Geschenke für das Geburtstagskind

Rund 200 Personen waren zum Festakt gekommen – nicht gerade wenig, wenn man bedenkt, dass die Anrather Bruderschaft mit 170 Mitgliedern vergleichsweise klein ist. Noch bevor die „Original Flöthbachtaler“ aufspielten, wurde so manche Laudatio gehalten. Präses Markus Poltermann betonte das gesellschaftliche Engagement, das seit jeher Triebfeder der Schützen gewesen sei. Er sprach von einem Tag des Dankes, der Erinnerung und der Zuversicht und wünschte den Schützen eine möglichst lange währende Zukunft.

Bürgermeister Josef Heyes dankte vor allem den „Reanimateuren“ der Bruderschaft, die sie im letzten Jahrhundert wieder aufgepäppelt hatten. Dabei fielen Namen wie Gottfried Commans, Heinz-Gerd Timmermanns, Alexander Oerschkes und Christian Lüpertz.

Wenn jemand Geburtstag hat, freut er sich über Geschenke. Viele Gäste hatten einen Umschlag mit Geld mitgebracht. „Das werden wir in die Jugendarbeit stecken und in den Schießstand“, versprach Lüpertz.

Aber es wurden auch Geschenke übergeben, die es für kein Geld zu kaufen gibt. Der CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Berger, selbst begeisterter Schütze, hatte als Andenken die Ehrenplakette des Landes NRW mitgebracht. Der Stellvertretende Diözesan-Bundesmeister Franz Rosenberger überreichte den Jubiläumsschützen die äußerst selten verliehene Hochmeisterplakette mit einem Jubiläumsbanner für die Bruderschaftsfahne.

Nicht ganz stilecht in einer Brauereigaststätte, aber dem Ereignis angemessen: Die Schützen ließen die Sektkorken knallen. Mit dabei: Schützenkönig Christoph Seffern mit Gefolge – er ist mit seinen 24 Jahren einer der jüngsten Schützen, die die Anrather jemals hatten und damit ein Hoffnungsträger für den Fortbestand der Bruderschaft.

Brudermeister Bernd Straeten dürfte übrigens daran gedacht haben, dass am kommenden Samstag um 11 Uhr bei Schmitz-Mönk erneut ein Stück höchst lebendiger Heimatgeschichte runden Geburtstag feiert: Dann wird der Meisterchor Orpheus, dessen Vorsitzender er ist, 150 Jahre alt.

Rheinische Post vom 13.04.2013

13. April 2013 at 20:33
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Der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Berger (l.) überreichte Präsident Christian Lüpertz (2.v.l.) die Ehrenplakette des Landes Nordrhein-Westfalen. Und Brudermeister Bernd Straeten (3.v.l.) erhielt vom stellvertretenden Diözesanbundesmeister Franz Rosenberger (4.v.l.) die Hochmeisterplakette mit einem Jubiläums-Banner für die Bruderschaftsfahne. FOTO: Wolfgang Kaiser

 

Stadt Willich

Hohe Ehrungen für Anrather Schützen

Stadt Willich. Der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Berger überreichte der Anrather St. Sebastianus-Bruderschaft am Samstage die Ehrenplakette des Landes Nordrhein-Westfalen für das besondere Engagement der Bruderschaft. Sie besteht 550 Jahre. Von Willi Schöfer

„Mit ihrem bisher gezeigten gesellschaftlichen Engagement sollten Sie ruhig mehr hausieren gehen“, sagte Präses Markus Poltermann am Samstagabend vor den Schützen. Gemeint waren alle Bruderschaften und diesmal besonders die Anrather Sebastianer, die anlässlich ihres 550jährigen Bestehens zu einem Festakt in die Hausbrauerei Schmitz-Mönk eingeladen hatten. Für den katholischen Pfarrer war es ein „Tag des Dankens, der Erinnerung und der Zuversicht“ auf ein möglichst noch langes Fortbestehen.

Sowohl Markus Poltermann als auch wenig später Willichs Bürgermeister Josef Heyes schlossen in ihre anerkennenden Worte auch diejenigen mit ein, die seit 1463 den Ort und die Menschen vor Übergriffen geschützt hatten. Heyes nannte wichtige Stützen aus der „Neuzeit“, wie Gottfried Commans, Heinz-Gerd Timmermanns, Alexander Oerschkes und natürlich den jetzigen Präsidenten Christian Lüpertz, genannt „Lupo“, mit seinem Team. Unter anderem waren Brauer, Banker, Sänger und Sängerinnen, Heimatfreunde und fast alle Königshäuser aus der Stadt Willich gekommen. Die „Original Flöthbachtaler“ hatte gerade Marsch und Polka gespielt, als mit dem Einzug des amtierenden Schützenkönigs Christoph Seffern (24) und seinem königlichen Gefolge das Fest so richtig losgehen konnte.

Vor den annähernd 200 Gästen erinnerte Lupo Lüpertz an die wechselhafte 550-jährige Geschichte (die RP berichtete), an die vielen sozialen und gesellschaftlichen Aufgaben und an die Wieder-Aktivierung der Bruderschaft am 24. September 1978. Eines sei, so der Präsident, bis zum heutigen Tage geblieben: „Egal, ob es der Bruderschaft gut oder schlecht ging, gefeiert wurde immer, und so soll es heute auch sein.“
Vor den vielen Grußworten und guten Wünschen für die Zukunft hatten der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Berger und der stellvertretende Diözesan-Bundesmeister Franz Rosenberger etwas Besonderes mitgebracht. Stefan Berger, selbst aktiver Schütze, überreichte für das besondere Engagement der Anrather Bruderschaft die Ehrenplakette des Landes Nordrhein-Westfalen. Und Bundes-Vize Rosenberger gab die seltene verliehene Hochmeisterplakette mit einem Jubiläums-Banner für die Bruderschaftsfahne dazu. Die Sektkorken knallten. Später sprachen Präsident Lüpertz als auch die Brudermeister Bernd Straeten und Stefan Berger von einem „herrlichen Abend“.

Zumindest Brudermeister Bernd Straeten wird sich in den nächsten Tagen wieder auf den Weg in die Haus-Brauerei Schmitz-Mönk machen. Er ist Vorsitzender des Anrather Meisterchores „Orpheus“, der dort am Sonntag, 21. April, ab elf Uhr, zu seinem Festakt anlässlich des 150jährigen Chorbestehens einlädt.

Quelle: RP

Westdeutsche Zeitung vom 05.04.2013

5. April 2013 at 23:00

550 Jahre Sebastianer Anrath

Die Schützen blicken auf eine lange und bewegte Geschichte zurück.

Anrath. Wenn am Samtagabend Christoph Seffern und Jessica Faasch im Rahmen des Krönungsballs bei Schmitz-Mönk zum aktuellen Königspaar gekrönt werden, ist dem 24-jährigen Rettungsassistenten und der 22-jährigen Krankenschwester die historische Bedeutung dieser Krönung bewusst: Sie findet 550 Jahre nach Gründung der Anrather Schützenbruderschaft statt. Christian Lüpertz hat sich als Brudermeister intensiv mit der Geschichte „seiner“ Sebastianer auseinandergesetzt.

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Dieses Foto ist 85 Jahre alt: Ein Jägerzug der St. Sebastianus Bruderschaft Anrath im Jahr 1928.

„Die erste urkundliche Erwähnung“, hat Lüpertz herausgefunden, „ist auf den 6. Dezember 1463 datiert“.

Es ging damals um den Zusammenschluss mit der Anrather Marienbruderschaft, die bereits im Jahre 1307 gegründet worden war. Bruderschaftsaufgaben waren unter anderem die Beteiligung an kirchlichen Umzügen, Gottesdienste am Altar des Schutzpatrons sowie die Verteilung von Brot und Kleidung an Bedürftige. Immer wieder sollten Kriege der Bruderschaft zusetzen.

„Große Ehre widerfuhr der Bruderschaft 1933 mit der Verleihung des Anno-Santo-Ehrenkreuzes durch Papst Pius XI.“
Christian Lüpertz

Mitten im Dreißigjährigen Krieg, 1627, ließen die Schützen den St. Sebastianus-Altar erneuern. Jeweils am St. Sebastianus-Ehrentag galt es, Rechenschaft über die Aktivitäten abzulegen. An diesem Tag gab es für die Schützenbrüder ein Essen und Freibier. 1861 änderten die Schützen ihren Namen, „Schützengesellschaft St. Sebastiani“ sollte moderner klingen. In ihrer langen Geschichte mussten die Anrather Sebastianer nur viermal eine neue Fahne kaufen: Kurz nach der Gründung, 1657, 1871 und zuletzt 1980.

Während der Franzosenzeit wurden die Bruderschaften verboten. 1910 stifteten die Schützen Geld für ein Kriegerdenkmal, das heute am Prinz-Ferdinand-Platz steht. „Große Ehre widerfuhr der Bruderschaft 1933 mit der Verleihung des Anno-Santo-Ehrenkreuzes durch Papst Pius XI. – die Verleihung erfolgte durch eine Pilgerfahrt nach Rom“, weiß Christian Lüpertz.

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Christian Lüpertz befasst sich mit der Geschichte der Anrather Schützen.

Bald darauf setzte das Vereinsleben aus: Die Anrather Schützen unterwarfen sich nicht den Zwängen der Nazis, sondern stellten 1938 ihre Aktivitäten ein. Von 1948 bis 1955 wurde das Bruderschaftsleben dann wieder fortgesetzt, bis es wieder zum Erliegen kam. Auf Initiative von Paul Schulze ab September 1978 ging es wieder weiter. Gottfried Commans wurde zum Präsidenten gewählt.

Weitere wichtige Meilensteine in der Bruderschaftshistorie: Seit 1992 dürfen auch Frauen aktiv mitmachen, seit 2006 dürfen sie am Königsvogelschuss teilnehmen – hiervon hat bislang noch keine der rund 35 aktiven Frauen Gebrauch gemacht. Es kann also noch weiter Geschichte geschrieben werden. rudi

Rheinische Post vom 03.04.2013

3. April 2013 at 7:08

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Das obere der beiden historischen Fotos zeigt das Anrather Königshaus im Jahre 1930. Leider ist der Namen des Königs nicht mehr nachvollziehbar. Das Foto unten zeigt einen Jägerzug aus dem Jahr 1928. FOTO: Bruderschaft

Anrath

Anrather Bruderschaft besteht 550 Jahre

Anrath. Bereits im Mittelalter sicherten Bruderschaften die Dörfer, schützen die Bewohner vor Übergriffen. So wird es zum Teil auch die Anrather St. Sebastianus Bruderschaft getan haben, die in diesem Jahr ihr 550-jähriges Bestehen feiert. Von Willi Schöfer

550 Jahre besteht die Anrather St.-Sebastianus-Bruderschaft. Wahrscheinlich ist die heute von Präsident Christian Lüpertz angeführte Bruderschaft aber noch älter: Denn in einer Urkunde von Dezember 1463 wird bereits der Vikar einer Bruderschaft des „Heiligen St. Sebastianus“ erwähnt. Überliefert ist aus dieser Urkunde, dass sich damals die Eheleute Hanna Leeten und Noel, geborene Beerk, dem Anrather Pastor Johann von Bleek bekannten, einen rheinischen Gulden schuldig zu sein. Was das im Einzelnen bedeutete, blieb unklar.

Allerdings ging es bei den Schützen damals auch ums Geld. Denn wie weitere Recherchen ergaben, so zuletzt von Christian Lüpertz und Dr. Thomas Münch, mussten sich früher in Anrath wohl aus Kostengründen mehrere Bruderschaften vereinigen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Denn allein waren die Kosten, um zum Beispiel einen Altar zu finanzieren oder den Unterhalt eines Vikars zu sichern, nicht aufzubringen. Zu den Aufgaben der Sebastianer gehörten damals aber auch, sich an kirchlichen Umzügen zu beteiligen, die Gottesdienste am eigenen Altar durchzuführen oder Spenden, Brot und Kleidung an Bedürftige zu verteilen.

Mehrmals änderten sich die Satzungen und der Name. So war zum Beispiel im Jahre 1843 von der Anrather Bruderschaft „De Heiligen Sebastiany“ die Rede. 18 Jahre später wurde daraus die „Schützengesellschaft St. Sebastiani“. Davon erhofften sich die Schützen einen größeren Zuspruch aus der Bürgerschaft, um wieder Schützenfeste nach alter Tradition feiern zu können.

Kriege der Landesfürsten untereinander oder der Lutheraner gegen die Katholiken oder die Herrschaft totalitärer Regime sorgten dafür, dass das Bruderschaftsleben auch in Anrath teilweise zum Erliegen kam und Zeugnisse davon sehr lückenhaft blieben. Zum Beispiel ruhte das Schützenleben von 1938 bis 1948 ganz.

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Dieses Foto ist 85 Jahre alt: Ein Jägerzug der St. Sebastianus Bruderschaft Anrath im Jahr 1928.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Allerdings gibt es zahlreiche Spuren vom Wirken der Anrather Bruderschaft in den vergangenen Jahrhunderten. So wurde gegenüber dem Friedhofeingang zuletzt 1850 von den Sebastianern ein Heiligenhäuschen errichtet, das dort immer noch steht. An dieser Stelle stand zuvor lange ein großes eisernes Wegekreuz. Es erinnerte daran, dass dort früher die Kirmes stattfand und, nachdem der Königsvogel gefallen war, die Predigt gehalten wurde. Und auch im heutigen Theodor-Heuss-Park, dem früheren Friedhof, steht noch an der Ruhestätte der Anrather Pfarrer und Vikare die von den Schützen gestiftete Christusfigur am Hochkreuz.

Eine wichtige Erinnerung ist ferner das Königssilber, das mehrfach verloren ging, teilweise verkauft wurde. Heutzutage gibt es noch am großen neuen Königssilber eine Plakette aus dem Jahr 1835. Eine neue Königskette trug beim Schützenfest 1934 Johannes Toups, sie kostete damals 232 Reichsmark. Im Januar 1938 musste die Bruderschaft unter dem Druck der Nationalsozialisten ihre Tätigkeit ganz einstellen.

Zu einer ersten Wiederbelebung kam es 1948, diese hielt wegen fehlenden Interesses nur bis 1955. Paul Schulze aktivierte die Bruderschaft wieder im September 1978. 1980 gab es ein Schützenfest in Anrath. Derzeit hat die Bruderschaft mit Präsident Christian Lüpertz und den Brudermeistern Bernd Straeten und Stefan Berger etwa 170 Mitglieder, 35 davon sind Frauen.

Quelle: RP

Rheinische Post vom 13.11.2012

13. November 2012 at 20:15

Stadt Willich

Anraths Sebastianer wollen jüngere Menschen als Schützen gewinnen

Stadt Willich. Die St. Sebastianus Bruderschaft Anrath möchte das Schützenwesen stärker als bisher durch mehr aktive und fördernde Mitglieder unterstützen. Zudem möchte sie dafür sorgen, dass für die jährliche Schützenfeste regelmäßig Könige aus den eigenen Reihen bereit stehen. „Wir müssen über eine andere Förderung nachdenken, dass auch mal andere Gruppen den König stellen und nicht immer dieselben“, sagte Hermann-Josef Bommes bei der Vollversammlung, zu der die Hälfte der rund 160 Sebastianer erschienen war.
Auf den Weg dorthin werden von den Schützen mehrere Möglichkeiten genannt. Diskutiert werden soll die Erhöhung des Königsgeldes von derzeit 1 500 Euro ebenso wie die Möglichkeit, die zahlreichen Terminverpflichtungen des Königshauses zu begrenzen. Ehren-Präsident Alexander Oerschkes sagte: „Wir brauchen einen stärkeren Unterbau und mehr 30- bis 40-Jährige, die bei uns mitmachen.“ Es dürfe nicht soweit kommen, „dass wir nur noch alle zwei Jahre ein Schützenfest feiern, weil es keinen König gibt“, sagte der wieder gewählte Präsident, Christian Lüpertz.

Die Bruderschaft muss sich zudem mit dem Thema befassen, der Schießsportabteilung wieder eine Trainingsstätte zu geben. Denn aus Kostengründen werden die bisherigen Kellerräume in der Gaststätte „Bürgerhof“ aufgegeben. Bis Ende Januar muss alles geräumt und rückgebaut sein. Brudermeister Bernd Straeten meinte: „Vielleicht finden wir in Gesprächen mit befreundeten Bruderschaften eine Lösung.“

Bei der Versammlung blickte die Bruderschaft auch nach vorne. Denn im nächsten Jahr besteht die Bruderschaft 550 Jahre. In der Hausbrauerei Schmitz-Mönk wird am 12. April der Festakt stattfinden. Bereits einige Tage zuvor, am 6. April, wird dort Christoph Seffern von den „Meisterschützen“ als Jubiläumskönig gekrönt. Seine Minister sind Florian Kempen und Pascal Auszra, der königliche Offizier heißt Sven Grothues. Und auch der Termin des Schützenfestes 2013 steht: 30. August bis 2. September.

Mit der Arbeit des Vorstandes der Sebastianer waren die Schützen sehr zufrieden. Dies zeigte sich bei den Wiederwahlen von Christian Lüpertz (Präsident), Stefan Berger (2. Brudermeister), Rolf Kater (1. Geschäftsführer), Jens Lenz (2. Schatzmeister) und Thomas Münch (Beisitzer).

Quelle: schö

Rheinische Post vom 05.09.2011

5. September 2011 at 20:07
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König Hans Alsdorf, der älteste Schütze der Anrather Bruderschaft, grüßte mit seiner Frau Brigitte an der Seite die Schützen, die ihm zu Ehren angetreten waren. FOTO: Kaiser

Stadt Willich

König Hans grüßt Anrath

Stadt Willich. Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Anrath hat am Wochenende ihr Schützenfest gefeiert. Es geht am Montag zu Ende. Dann wird beim Vogelschuss der Nachfolger für König Hans Alsdorf ermittelt. Von Willi Schöfer

Auch wenn die schwülen und hochsommerlichen Temperaturen so manchen abhielten, waren Präsident Christian Lüpertz und der Erste Brudermeister Bernd Straeten mit dem bisherigen Ablauf des Anrather Schützenfestes zufrieden. Christian Lüpertz sah sich mit der Reiterstaffel der „Heckenschützen“ am gestrigen Nachmittag sogar hoch zu Ross den Trubel an, als sich etwa 500 Schützen und Musiker nach dem Umzug zur festlichen Parade im Zentrum trafen.

Und noch jemandem machte es sichtlich Spaß, dabei zu sein: der 75-jährige Hans Alsdorf, das älteste Mitglied der Sebastianer, hatte den Sprung vom Generalarzt zum König geschafft. Er eröffnete auch mit seiner Brigitte, mit der er seit 44 Jahren verheiratet ist, den ersten großen Festball. Das Paar tanzte zu den Klängen der Duisburger Band „Herzschlag“ den Donauwalzer, Auch hier Bestnoten, ebenfalls für die Ministerpaare Albert und Inge Schinkels und Dr. Thomas und Ina Münch. Königsoffzier Dr. Ralf Oerschkes hatte Tochter Isabelle an seiner Seite.

Die Haus-Brauerei Schmitz war diesmal die Königsburg. Hier machten 5000 weiß-gelbe Rosen auf das gesellschaftliche Top-Ereignis der Bruderschaft aufmerksam. Etwa 300 Meter davon entfernt stand das Festzelt, in dem der Trubel mit der 13. Zeltfete der Sebastianer und mit „Sound Express“ begann. Viele Besucher standen auch draußen am Bierpavillon und hörten zu.

Die Abordnungen, die Spieß Thomas Villmann aus seinem Kommandowagen heraus dirigierte, waren unterschiedlich groß. Größte Gruppe, weil 20 Mann stark, waren diesmal die „Meisterschützen“, während die „Roten Husaren“ nur ein Duo dabei hatten.

Stets mittendrin war der langjährige Präsident der St. Sebastinaus Bruderschaft, Alexander Oerschkes. Er sollte beim gestrigen Königsgalaball besonders im Mittelpunkt stehen. Unter langanhaltendem Beifall wurde Oerschkes zum neuen Ehrenpräsident und gemeinsam mit dem ehemaligen Spieß Hermann Fahnenbrock zum Ehrenmitglied ernannt.

Auch wenn Generalarzt Alsdorf und Oberstabsarzt Schinkels in anderer Funktion unterwegs waren und diesmal die kleinen Fläschchen Hochprozentiges nicht ausgeben konnten, wurden Schützen und Besucher natürlich an den anderen „Tränken“ entschädigt. Still wurde es dann am Sonntagnachmittag, als auf dem Paradeplatz der Zapfenstreich gespielt wurde.

Quelle: RP

Rheinische Post vom 31.08.2011

31. August 2011 at 20:00
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Das Anrather Königshaus (v. li.): Isabelle und Ralf Oerschkes, Inge und Bert Schinkels, Hans und Brigitte Alsdorf sowie Ina und Thomas Münch. FOTO: Kaiser

Stadt Willich

Der älteste aktive Schütze ist König in Anrath

Stadt Willich. Ehefrau Brigitte war erst etwas sprachlos, als ihr Hans, mit dem sie seit 1967 verheiratet ist, den Holzvogel mit dem 186. Schuss erledigte. So langsam fand sie aber Spaß daran, mit ihm das Königspaar der St. Sebastianus Bruderschaft zu bilden. Von Willi Schöfer

Bald ist es soweit: vom 2. bis 5. September werden die beiden das Anrather Heimatfest anführen. Unterstützt und begleitet wird Hans Alsdorf, der mit seinen 75 Jahren das älteste aktive Mitglied der Sebastianer ist, von ehemaligen Königen: 1. Minister ist Albert Schinkels mit seiner Frau Inge, 2. Minister Dr. Thomas Münch mit Ina und Königsoffizier Dr. Ralf Oerschkes hat sich seine 17-jährige Tochter Isabelle zur Begleitung genommen. „Meine Ehefrau Andrea wollte nicht so im Rampenlicht stehen, ist aber natürlich bei den Ereignissen dabei“, sagt der promovierte Chemiker.

Wachzüge sind gleich drei Formationen: die „Anroder Offiziere“, die Frauengruppe „Corps Soevia“ und die Mediziner, aus der König und der erste Minister kommen. Auf den „Generalarzt“ Hennes Alsdorf und den „Oberstarzt“ Bert Schinkels werden die Schützen in diesem Jahr leider verzichten müssen. Königsburg wird die Hausbrauerei Schmitz-Mönk, rund 5000 gelbe Rosen sind bereits gedreht.

Die Bruderschaft mit ihrem Präsidenten Christian Lüpertz hat derzeit rund 110 aktive Schützen, darunter 25 Mädchen und junge Damen. Neu ist die Formation der „Anrather Mädels“ mit ihren schwarzen Hosen, weißen Blusen und schwarzen Westen. Schützenkönig Hans Alsdorf schätzt vor allem die aktive Jungschützen-Abteilung. Anstelle von Geschenken bittet das Königshaus um Spenden für die jungen Sebastianer. Neben den Fest- und Tanzbälle ist vor allem auf den Straßen am Sonntag, 4. September, etwas los, wenn am Nachmittag etwa 600 Schützen und Musiker beim großen Festumzug aufziehen und -spielen. Einige Neuerungen sind, dass die „Flöthbachtaler Musikanten“ am Schützenfestssonntag vor dem Eintreffen der Schützen von 15 bis 16 Uhr auf der Tribüne an der Volksbank ein Platzkonzert geben und auch während des Königsvogelschießens am Montag aufspielen.

An allen Tagen des Schützenfestes ist freier Eintritt ins Festzelt. Los geht es am kommenden Freitag, 2. September, ab 20 Uhr, mit der 13. Sebastianer Zeltfete und der Krefelder Coverband „Sound Express“. Am Samstag, 3. September, werden die Sebastianer nach dem Setzen des Schützenbaumes am Festzelt gegen 15.10 Uhr den Bewohnern des Altenheims „Pruumetaat“ überreichen. Die Festmesse in der Pfarrkirche St. Johannes beginnt um 18.30 Uhr, direkt danach ist die Eröffnungsparade am Kirchplatz. Die Band „Herzschlag“ nimmt dann beim Festball die Instrumente in die Hand.

Am Sonntag, 4. September, legen die Schützen um 10.30 Uhr auf dem Friedhof einen Kranz nieder. Eine halbe Stunde später spielt „TV Jahn Bockum“ beim Frühschoppen im Festzelt auf. Dabei kommt es auch zu einigen Ehrungen. Der große Festumzug setzt sich um 15.35 Uhr in Bewegung. Etwa eine Stunde später folgt die Festparade mit Zapfenstreich. „Herzschlag“ spielt beim Königsgalaball ab 20 Uhr. Am Montag, 5. September, ist um 16.50 Uhr die Abschluss- und Juxparade am Kirchplatz, um 18 Uhr das Vogelschießen an der Schießrute Wöbel und um 20 Uhr der Schützenball im Festzelt mit der Band „Soundtrack“ aus Schwalmtal.

Quelle: RP

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