Rheinische Post vom 09.11.2010

9. November 2010 at 13:42

Stadt WillichRheinische_Post_09.11.2010

Anrather Schützen: Lüpertz folgt Oerschkes

Stadt Willich. „Die Bruderschaft ist und bleibt meine Herzensangelegenheit“, sagte Alexander Oerschkes. Der 46-Jährige hatte infolge beruflicher Insolvenz mit seinen Bäckereien das Amt des Präsidenten der St. Sebastianus Bruderschaft Anrath im Februar niedergelegt.

17 Jahre war er der Präsident gewesen. Bei der Generalversammlung gab es von den Schützen stehende Ovationen für Oerschkes, der wenig später einstimmig zum Ehrenpräsidenten und zum Ehrenmitglied der Bruderschaft gewählt wurde.

Kommissarisch hatte nach dem Abschied von Oerschkes Christian „Lupo“ Lüpertz die Schützen geführt. Der 45-jährige Industriekaufmann bekam jetzt das einmütige Votum der Mitglieder, dies jetzt offiziell als Präsident zu tun. Lüpertz war bislang der erste Brudermeister. Seinen Part übernimmt der 62-jährige, ehemalige Bankdirektor Bernd Straeten, der mit den Frauen, seinen Ministern und dem königlichen Offizier durch das Schützenfest in diesem Jahr geführt hatte. Sein Nachfolger Hans Alsdorf (75) wird im April 2011 gekrönt.

Eigentlich ist Ina Münch (48) als langjährige Geschäftsführerin der Sebastianer nicht weg zu denken. Aus familiären Gründen legt sie dennoch eine Ruhepause ein und kandidierte nicht mehr. Ein Nachfolger wurde bei der Vollversammlung nicht gefunden. „Wir gehen am 11. Dezember in Klausur, werden dann ihre Aufgaben erst einmal verteilen“, sagte Präsident Lüpertz. Hingegen waren die Wiederwahlen des 2. Brudermeisters Stefan Berger, des 2. Schatzmeisters Bernd Pasch und des Beisitzers Dr. Thomas Münch nur Formsache.
Der Termin des Schützenfestes in 2011 steht fest: vom 2. bis 5. September. Rund 60 der 150 Mitglieder kamen zur Jahreshauptversammlung und ernannten einstimmig noch ein zweites Ehrenmitglied: den 74-jährigen Hermann Fahnenbruck, der jahrelang der Spieß der Bruderschaft war und immer noch als Kulissen- und Holzvogelbauer mit dabei ist.

Quelle: RP

Rheinische Post vom 30.08.2010

30. August 2010 at 19:55
Rheinische_Post_30.08.2010_1

Aufzug der Schwarzen Husaren: Begleitet von ihren Damen in festlichen Kleidern beeindruckten sie mit ihren Uniformen. FOTO: RPO

Stadt Willich

Ein glänzendes Schützenfest

Stadt Willich. König Bernd Straeten (62) hatte mit den Ministern, mit dem Königsoffizier und den Wachzügen beim Anrather Schützenfest jede Menge zu tun. Aber souverän meisterten sie ihre Aufgaben. Gestern brachten sie Joachim Kardinal Meisner zu einem kurzen Empfang ins Festzelt. Heute Abend endet das Fest mit dem Schützenball. Von Willi Schöfer

Der Erzbischof von Köln zeigte sich am Vormittag nach der Festmesse, wie viele ihn kennen und schätzen: kontaktfreudig, volksverbunden, humorvoll. So probierte er einen Zylinder der 30 Jahre alt gewordenen „Chapeau Claque“-Gruppe auf oder schaute sich das schwere Königssilber von König Bernd Straeten an. Auf das Silber hatte der Anrather Juwelier Heinrich Stevens anlässlich der tausendjährigen Geschichte dieses Ortes zusätzlich das Jubiläumslogo mit der Anrather Silhouette gesetzt.

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Stippvisite im Festzelt: Joachim Kardinal Meisner und Schützenkönig Bernd Straeten im vollem Silberschmuck. FOTO: RPO

Das Schützenfest der Sebastianer erlebte gestern Nachmittag einen großen Höhepunkt, als nahezu 400 Schützen und 150 Musiker durch den Ort zogen und sich zur großen Festparade auf dem Kirchplatz versammelten. Die genossen das Königspaar Bernd und Uschi Straeten mit seinen Ministerpaaren Hermann-Josef und Carmen Bommes, Udo Binnemann und Marion Stein sowie Königsoffizier Norbert Biermann. „Was haben die in Anrath viele Männer mit schwarzen Uniformen?“ Für diese Frage von so manchem Beobachter fand sich eine Antwort: Anlässlich des runden Dorfjubiläums hatte einer der beiden Wachzüge, eben die „Schwarzen Husaren“, zahlreiche gleichnamige Schützenformationen vom Niederrhein eingeladen. Der Anrather „Husaren-Spieß“ Marcus Schäfer hieß etwa 150 zusätzliche Schützen willkommen. Nach einem Empfang in der „Husaren-Arena“ der Hausbrauerei Schmitz waren alle dann beim Festumzug dabei.

Es war ein Auftakt nach Maß: bereits die Zeltfete am ersten Abend war sehr gut besucht, es ging fröhlich-friedlich zu, die Uniform konnte noch im Schrank bleiben. Zur Parade am Samstag lachte sogar die Sonne. Erstmals machte auch der Sohn des Königspaars mit, der 33-jährige Stephan Straeten. Und damit hatte der Königszug „Chapeau Claque“ überhaupt nicht gerechnet: Köbi Dirks, der noch 2008 aktiv dabei war und dann nach Thailand auswanderte, war gekommen. Um seinen Besuch nicht vorzeitig zu verraten, war Köbi Dirks in einem Anrather Hotel unter anderem Namen abgestiegen.

Natürlich bekamen die Bewohner des Seniorenheims wieder ihre traditionelle „Pruume Taat“. Und abends im Festzelt – es spielte die Band „Stadtgeflüster“ aus Mönchengladbach – zeigten die „Meisterschützen“ mit tollen Figuren, dass sie die Choreographie von „Dirty Dancing“ temperamentvoll und ziemlich perfekt beherrschen.

Und noch eine weitere Besonderheit bei der gestrigen Parade: Zehn Vereine und Organisationen wie die Freiwillige Feuerwehr oder das Deutsche Rote Kreuz waren mit den Fahnen unterwegs. Gestern marschierte sie noch in der Uniform der Musketiere mit, morgen wird sie eine Schultüte tragen: Katharina Bendt war mit ihren sechs Jahren die jüngste aktive Schützin – am anderen Ende der Skala stand Hännes Alsdorf: das Mitglied der Doktorei ist 75 Jahre alt.

Quelle: RP

Rheinische Post vom 14.08.2010

14. August 2010 at 19:49
Freuen sich auf ihr Schützenfest (v. li.): Königsoffizier Norbert Biermann, Minister Hermann-Josef Bommes, König Bernd Straeten und Minister Udo Binnemann. FOTO: RPO

Freuen sich auf ihr Schützenfest (v. li.): Königsoffizier Norbert Biermann, Minister Hermann-Josef Bommes, König Bernd Straeten und Minister Udo Binnemann. FOTO: RPO

Stadt Willich

Ein erfahrenes Königshaus

Stadt Willich. Vom 27. bis 30. August feiert die St. Sebastianus Bruderschaft Anrath ihr Schützenfest. Für den Sonntag hat sich hoher Besuch angekündigt: Kardinal Meisner gestaltet in der Pfarrkirche St. Johannes ein feierliches Pontifikalamt. Von Willi Schöfer

Sie waren schon einmal König, kennen sich also mit den Amtsgeschäften und dem Protokoll bestens aus. Gemeint sind Bernd Straeten, Hermann-Josef Bommes und Udo Binnemann, die bereits in den Jahren 1992, 1997 und 2004 die Schützenkönige der St. Sebastianus Bruderschaft Anrath waren. Darüber hinaus war Hermann-Josef Bommes 2003 der Willicher Schützenköng. Das Trio steht auch beim Schützenfest der Sebastianer vom 27. bis 30 August in der ersten Reihe: Straeten als König, Bommes und Binnemann als seine Minister.
„Es macht halt immer noch großem Spaß“, sagt der 62-Jährige ehemalige Volksbank-Direktor Bernd Straeten. Seine Ehefrau Uschi, mit der er seit 39 Jahren verheiratet ist, kann dem nur zustimmen. Drei Gründe waren für seinen Entschluss, noch einmal das vielköpfige Regiment anzuführen, entscheidend: die 1000-Jahr-Feierlichkeiten von Anrath, das 30-jährige Bestehen seiner Schützengruppe „Chapeau Claque“ und seine mittlerweile 25-jährige Zugehörigkeit zu dieser Formation, die stets mit schwarzem Anzug, schwarzem Zylinder, Schirm, weißen Handschuhen und weißer Nelke am Revers aufzieht.

„Vergessen Sie nicht unseren Fischkopf“, so stellt Udo Binnemann den königlichen Offizier vor: den aus Hamburg stammenden Norbert Biermann (49). Die Wachzüge sind in diesem Jahr „Chapeau Claque“ und die „Schwarzen Husaren“, die seit Monaten mit Freunden und den Nachbarn der Hausbroicher Straße an der Königsburg arbeiten. Immerhin müssen unter anderem 22 000 rot-weiße Rosen gedreht werden.
„Eines steht fest: König werde ich in Anrath nicht mehr“, sagt Bernd Straeten augenzwinkernd. Wobei er allerdings nicht ausschließt, irgendwann noch einmal auf den Vogel zu zielen. Dann ist er nämlich kein König, sondern Kaiser. Ihm zur Ehren marschiert in diesem Jahr auch sein Sohn Stephan (34) bei „Chapeau Claque“ mit. Tochter Rebecca (30) ist mit dem „Schwarzen Husaren“ Jürgen Waßer verheiratet, der auch schon einmal versucht hatte, Schützenkönig der Sebastianer zu werden.

Das genaue Programm des Festes wird noch vorgestellt. Jedenfalls liegen bereits die kostenfreien Festbücher überall aus und versprechen ein buntes und geselliges Programm, zu dem auch ein hoher kirchlicher Würdenträger sein Erscheinen zugesagt hat: der Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner (76) gestaltet am Sonntag, 29. August, um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes ein feierliches Pontifikalamt, dem sich ein Empfang im Festzelt anschließt. „Vielleicht können wir den Kardinal noch überreden, am großen Umzug am Nachmittag teilzunehmen“, sagt die Geschäftsführerin der Bruderschaft, Ina Münch. Dann ziehen etwa 400 Schützen und 120 Musiker durch Anrath.

Quelle: RP

Westdeutsche Zeitung vom 05.08.2010

5. August 2010 at 20:25
Sie freuen sich aufs Anrather Schützenfest: Norbert Biermann (Königs-Offizier), Hermann-Josef Bommes (1. Minister), König Bernd Straeten und Udo Binnemann (2. Minister).

Sie freuen sich aufs Anrather Schützenfest: Norbert Biermann (Königs-Offizier), Hermann-Josef Bommes (1. Minister), König Bernd Straeten und Udo Binnemann (2. Minister).

Brauchtum: Umbruch bei Sebastianern

Von Rudolf Barnholt

Die Anrather Schützen sind in Vorfreude auf das bevorstehende Fest – mit Kardinal Joachim Meisner.

Anrath. Die St. Sebastianus Bruderschaft Anrath feiert am letzten August-Wochenende Schützenfest und wählt Ende Oktober einen neuen Vorstand. Während das Königshaus vollständig ist, wird im Vorstand die Position des Geschäftsführers beziehungsweise der Geschäftsführerin zu besetzen sein.
Nach zehn Jahren im Amt wird Ina Münch (48) auf eine erneute Kandidatur verzichten. Präsident Alexander Oerschkes hatte sein Amt bereits niedergelegt, als seine Bäckerei in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Im Oktober wird es der Bruderschaft voraussichtlich aber gelingen, den Präsidenten-Posten neu zu besetzen.

„Ich werde nicht ein drittes Mal König.“
Bernd Straeten, amtierender Schützenkönig

Der bisherige 1. Brudermeister und Schützenkönig des Jahres 2003, Christian Lüpertz, hat fest vor, zu kandidieren. Um den dann frei werdenden Posten des 1. Brudermeisters wird sich Schützenkönig Bernd Straeten bewerben.

Das Königshaus 2010 ist überdurchschnittlich Schützenfesterfahren. König Bernd Straeten war 1992 schon einmal König und hat seiner Frau versprochen: „Ich werde nicht ein drittes Mal König.“ Ob er noch einmal auf den Königsvogel schießen wird, ist dadurch allerdings nicht ausgeschlossen, weil er beim dritten Mal ja Kaiser wäre.

Der 1. Minister Hermann-Josef Bommes (49) war in Willich 2003 ASV-König, außerdem 1997 König in Anrath sowie im Jahr 2001 Minister in Clörath-Vennheide. Der 2. Minister Udo Binnemann (55) war 2004 Anrather Schützenkönig und 1996 Minister. Ein unbeschriebenes Blatt ist dagegen Königsoffizier Norbert Biermann (49) – er stammt aus Hamburg.

Für den Kardinal lassen die Schützen die Messe ausfallen

Während der langjährige Präsident Alexander Oerschkes beim Schützenfest nicht mitmachen wird, wird der Kölner Kardinal Meisner erwartet. Für den Kirchenmann stellen die Schützen ihr Programm um: So fällt die Samstagabend-Messe aus, dafür wird am Sonntagvormittag das Pontifikalamt gefeiert. Und anschließend wird der Kardinal – so ist es zumindest vorgesehen – im Schützenzelt einen Empfang geben. Die Ehrungen werden deshalb von Sonntag auf Montag verschoben.

Der Schützenzug am Sonntagnachmittag wird diesmal besonders imposant: Die Schwarzen Husaren, die ebenso wie Chapeau Claque einen Königszug bilden, werden rund 150 Husaren aus den umliegenden Städten einladen. Bernd Straeten, König und Bankdirektor im Ruhestand und Königin Uschi I. Straeten werden bald miterleben, wie aus ihrem Haus auf der Hausbroicher Straße 94 eine schmucke Residenz wird – 20000 Röschen sind bereits gedreht worden.

Westdeutsche Zeitung vom 29.10.2009

29. Oktober 2009 at 20:37

Anrath – Schützen: Oerschkes zieht positive Bilanz

Westdeutsche_Zeitung_29.10.2009

Alexander Oerschkes ist der Präsident der Anrather Schützen.

Die Anrather Bruderschaft richtet im kommenden Jahr einen Tanz in den Mai aus.

Anrath. Soll künftig jeder erwachsene Schütze der St. Sebastianus Bruderschaft Anrath jährlich zusätzlich zu seinem Mitgliedsbeitrag 50 Euro zahlen, damit der König einen rund 4.000 Euro höheren Zuschuss bekommen kann? Dieser Antrag stand jetzt auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Schmitz-Mönk. Rund die Hälfte der 159 Schützen war gekommen.
Präsident Alexander Oerschkes zog eine positive Bilanz. Obwohl beim letzten Schützenfest ohne Königshaus, war das Fest als solches ein wirtschaftlicher Erfolg. Die Auftaktveranstaltung am Schützenfest-Freitag war so gut besucht wie nie zuvor, an den anderen Tagen wurden nicht weniger Besucher gezählt als in den Vorjahren.
Thomas Schmitz berichtete als Jungschützenmeister von einem ereignisreichen Jahr mit vielen Aktivitäten – die Anrather Bruderschaft hat derzeit 43 Jungschützen. Ute Lingen, Leiterin der Schießsportabteilung, ehrte die Sieger der Vereinsmeisterschaften. In der Jugendklasse heißt der Sieger Christoph Seffern, in der Damenklasse 2 setzte sich Ute Lingen durch, Sieger der Schützenklasse wurde Rudi Giesen.

Rolf Kater wird zum neuen Schatzmeister gewählt

Die Neuwahlen gingen vollkommen glatt über die Bühne – 1.Brudermeister bleibt Christian Lüpertz, er wurde ohne eine einzige Gegenstimme im Amt bestätigt. Dieses Traumergebnis schaffte auch der 2. Geschäftsführer Lutz Czychon. Der alte und neue General heißt Jürgen Mews. Nach zehn Jahren stand Willi Breuer nicht mehr als 1. Schatzmeister zur Verfügung – dieses Amt übernahm jetzt Rolf Kater.

Martin Tillmanns verteidigte noch einmal seinen Antrag, alle Schützen ab 20 mit 50 Euro jährlich zusätzlich zu belasten – er sollte wenig später miterleben, dass er mit dieser Idee allein dastand. Ein Antrag der Schwarzen Husaren fand jedoch eine breite Mehrheit. Demnach wird der jährliche Mitgliedsbeitrag für erwachsene Schützen um fünf Euro erhöht, im Gegenzug haben diese Schützen freien Eintritt beim Krönungs- und Frühlingsball. Ein Hintergedanke: Sie hoffen, dass diese Veranstaltung besser besucht wird.

Ein Ausblick auf 2010: Am 30. April wird der Krönungsball im Festzelt auf dem Martinsplatz gefeiert. Nach Gesprächen mit Marlene Buttgereit hat die KAB diesmal darauf verzichtet, einen „Tanz in den Mai“ zu organisieren. Deshalb werden die Anrather Schützen diese Veranstaltung ausrichten.
Das bietet sich an, zumal am 1. Mai der Bezirksvogelschießen in Anrath stattfindet. Erleichtert waren die Schützen, dass man mit Bernd Straeten im Jahr der 1.000-Jahr-Feier einen König gefunden hatte. rudi

Westdeutsche Zeitung vom 27.10.2008

27. Oktober 2008 at 23:00

Anrath: Junge Schützen will man locken

Von Rudolf Barnholt

St. Sebastianus: Der Vorstand wurde im Wesentlichen bestätigt.

Anrath. „Egal, was kommt, wir feiern im kommenden Jahr auf jeden Fall Schützenfest.“ So lautete die zentrale Botschaft des Präsidenten der Anrather St. Sebastianus Bruderschaft in der Gaststätte Schmitz-Mönk. Fest steht, dass es bis jetzt noch keinen Königsanwärter gibt.

Das brachte Martin Tillmanns dazu, zu beantragen, dass jeder Schütze pro Jahr 50 Euro zahlen solle – dieser Antrag wird jetzt in den einzelnen Gruppen diskutiert. Der Antrag des 1. Kassierers Willi Breuer, den Jahresbeitrag für Erwachsene von 45 auf 50 Euro anzuheben, wurde ohne Gegenstimme akzeptiert.

Alexander Oerschkes brachte das Dilemma auf den Punkt: „Unser Schützenfest kommt bei der Bevölkerung sehr gut an, das große Zelt ist gefüllt, aber wir haben Probleme, jedes Jahr einen König zu finden. Außerdem haben wir nur 158 Mitglieder.“ 55 davon waren jetzt zur Versammlung gekommen.

Den Posten des Archivars möchte niemand übernehmen

Der Vorstand wurde im Wesentlichen bestätigt: Oerschkes bleibt Präsident, der alte und neue 2. Brudermeister heißt Stefan Berger, Ina Münch bleibt Geschäftsführerin. Sigrid Berger stand als 2.Schatzmeisterin nicht mehr zur Verfügung, sie wurde jetzt durch Bernd Pasch ersetzt. Thomas Münch bleibt zweiter Beisitzer.

Erstmals seit Jahren konnte mit Rolf Kater wieder das Amt des Musikinspizienten besetzt werden. Es fand sich allerdings niemand, der den Posten des Archivars übernehmen wollte.

Der Antrag, den Jahresbeitrag zu erhöhen, wurde kontrovers diskutiert. Neben kritischen Stimmen gab es auch solche, die auf die Vorteile hinwiesen: So könnten sich auch junge Schützen leisten, König zu werden. Oerschkes befürchtet dagegen einen Mitgliederschwund: Eine Zahlung in die Königskasse könne aus seiner Sicht nur auf freiwilliger Basis erfolgen.

Wie geht es weiter? Der Präsident kündigte an, dass der Vorstand im November in Klausur gehen werde, um den Ablauf des Schützenfestes am letzten Augustwochenende zu besprechen. Bereits am Samstag, 6. Dezember, wird um 15 Uhr die Schießhalle im „Bürgerhof“ eröffnet.

Zum Schützenfest 2010, wo die 1000-Jahrfeier auf dem Programm steht, wird auch Kardinal Meisner erwartet. Die Anrather gehen davon aus, dass es zu diesem großen Jubiläum auch ein Schützenkönigshaus geben wird.

Westdeutsche Zeitung vom 31.08.2008

31. August 2008 at 23:00

Anrather stehen Spalier für Stefan I. und Conni I.

Von Rudolf Barnholt

Schützenfest Zur Eröffnungsparade und ins Festzelt kamen diesmal viele Besucher.

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König Stefan I. Commans und Königin Conni I. während der Eröffnungsparade. Das Sommerwetter bescherte den Schützen und ihren Gastmarschierern einen glänzenden Festrahmen.

Anrath. Königin Conni I. Commans strahlte mit der Sonne um die Wette: Ein herrliches Schützenfest bei sommerlichen Temperaturen, das allen Beteiligten Spaß machte. Zu den 120 eigenen Schützen kamen gestern bei der Parade noch rund 130Gastmarschierer und die Musikzüge hinzu. Heute um 18 Uhr wird es spannend: Noch liegt nämlich keine Meldung vor, wer den Königsvogel abschießen möchte.

Zeltfete ist längst ein Selbstläufer geworden

Das Zelt war bereits am Freitagabend voll, bei der 10.Sebastianer Zeltfete. Die ist mittlerweile zum Selbstläufer geworden – vorbei die Zeiten, als die Besucher mit mediterranem Flair, geschaffen durch Palmen, Sand und Planschbecken, angelockt werden mussten.
Die Eröffnungsparade am Samstagabend wurde von ungewöhnlich vielen Menschen beobachtet. Die Schützen beobachteten sich auch gegenseitig: So hatten sie festgestellt, dass der „Schwarze Husar“ Guido Kocks während der Messe eingeschlafen war. Im Festzelt sorgte die Band „Soundfactory“ für Stimmung – Sängerin Katrin Hinrichs ist eine Arbeitskollegin der Königin.

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Kein Schützenfest in Anrath ohne dieses Kuchenblech: Traditionell haben die Schützen wieder Prummetaat, hochdeutsch Pflaumenkuchen, ins Altenheim St. Josef geliefert.

Damit war nicht zu rechnen gewesen: König Stefan I. Commans und seiner Königin war es gelungen, Sohn Max (11), bekannt als Schützenfest-Muffel, zum Mitmachen zu animieren. Er marschierte erstmals bei der Fahnengruppe „Meisterschützen“ mit.

Mandy Meisterjahn und Katrin Bienert, Tochter des 1.Ministerpaares Stefan und Silke Bienert, ritten vor den Kutschen, Markus Bienert (17) nahm auf dem Kutschbock Platz. „Das hat viel Überredungskunst gekostet“, stöhnte Vater Stefan.

Sportfreunde 2000 verjubelten ihre Ausflugskasse

König Stefan I., die Minister Stefan Bienert und Dieter Faasch sowie Königsoffizier Christian Lüpertz haben eine Gemeinsamkeit: Alle vier kicken bei den Sportfreunden 2000. Aus diesem Grund trat der Fußballklub als Schützenzug in Erscheinung. Mit schwarzer Hose, weißem Hemd und schwarzgelber Krawatte präsentierten sie sich in ihren Vereinsfarben. Dafür verzichten die Sportfreunde auf ihren jährlichen Ausflug. Sie verjubeln das Geld auf dem Schützenfest.

Petra Drescher von der „Frauengruppe“ hatte sich letztes Jahr beim Schießen gegen ihre Konkurrentinnen durchgesetzt. Weil in diesem Jahr der Schießstand nicht zur Verfügung stand, wurde die Königin ausnahmsweise ausgedartet. Auch hier ging Petra Drescher als Siegerin hervor.

Worüber sich die Schützen freuen: Noch in dieser Woche soll die Schießhalle an der Neersener Straße in der früheren Gaststätte Bürgerhof polizeilich abgenommen werden.

Westdeutsche Zeitung vom 02.09.2007

2. September 2007 at 23:00

Anrath: Schützenfest – Schicke Damen und Herren

In Anrath wird am Montag noch der neue König ermittelt. Auch Frauen dürfen schießen.

Anrath. Strahlende Gesichter beim letzten Schützenfest für dieses Jahr in der Stadt Willich: Die Anrather St. Sebastianus-Bruderschaft feierte im sehr gut besuchten Festzelt bei einem Wetter, das durchaus schlechter hätte sein können. König Carsten I. Stuwe hat sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt, und seine Königin Monika II. ist vom Schützenfest-Bazillus ebenfalls längst infiziert.

Die Zeltfete am Freitagabend war mit rund 600 Besuchern ein voller Erfolg. Liegestühle, Palmen und Planschbecken sorgten für karibisches Flair. Alles andere als selbstverständlich: Es flogen weder Biergläser noch die Fäuste, das Ordnungsamt war unübersehbar präsent. Vier „Musketiere“, nämlich Michelle Grütters, Katrin Stuwe, das Königskind, Georg Kocks und Lukas Scheuwens ließen nach alter Tradition die Bewohner des Altenheims am Schützenfest teilhaben, indem sie Pflaumenkuchen vorbeibrachten.

Die „Meisterschützen“ setzten den Schützenbaum, das Wetter bei der Samstagabend-Parade war immerhin so gut, dass die Königin und ihre Ministerinnen in ihren luftigen Kleidern keine Gänsehaut bekamen. Rot mit Goldstickereien war das Kleid der Königin, am Sonntag präsentierte sie sich in einem orange-changierenden Kleid mit Pailletten und einer anderthalb Meter langen Schleppe. König Carsten I. Struwe hatte keine Angst vor dem Königstanz im Festzelt – das Tanzbein zu schwingen, ist für ihn eine der leichtesten Übungen.

Hans Alsdorf reichte als Doktor bei Bedarf promillehaltige „Medizin“. Präsident Alexander Oerschkes war rundherum zufrieden. Und er erinnerte sich, wie 1987 ein junger Bursche um Aufnahme in die Bruderschaft gebeten hatte – der jetzige König. Gestern wurde den Besuchern der Parade besonders viel fürs Auge geboten: Die vier Kutschen, die tollen Kleider und auch die Gastreiterin Dr. Mirjam Schmitz, die die „Heckenschützen“ ausnahmsweise verstärkte – sie alle waren ausgesprochene Glanzpunkte.

Der Schützenfest-Montag beginnt um 10 Uhr mit einem Offiziersrundgang durch die Wachlokale, um 16.40 Uhr steht die Abschlussparade mit Juxparade auf dem Programm. Und bevor der Große Schützenball im Festzelt gefeiert wird, wird der neue König ermittelt. Noch hat sich kein Bewerber gemeldet. Nach entsprechender Satzungsänderung darf in diesem Jahr erstmals auch eine Frau schießen.

Westdeutsche Zeitung vom 28.08.2007

28. August 2007 at 23:00

Anrath: Zeit war reif für König „Benny“

Von Rudolf Barnholt

In Anrath wird ab Freitag zünftig gefeiert. Die Bruderschaft guckt in die Schaufenster.

Anrath. Vor zehn Jahren hatte er seiner Frau gegenüber bereits den Wunsch geäußert, Schützenkönig zu werden. Jetzt stand für Monika Stuwe fest: „Die Zeit war reif.“ Im vergangenen Jahr holte ihr Carsten „Benny“ mit dem 113. Schuss den Königsvogel von der Stange. Das Königspaar hat bereits Führungsaufgaben wahrgenommen: Im Jahre 2000 war Carsten Stuwe Königsoffizier bei seinem 2. Minister Stefan Berger.

Das Königshaus harmoniert bestens miteinander. König Carsten I. Stuwe (36), der als Gas- und Wasserinstallateur arbeitet, war 1987 der Jüngste bei den Schwarzen Husaren, was ihm den Spitznamen „Benny“ (von Benjamin) einbrachte. Seit 2005 ist er St. Martin-Darsteller in Anrath, seit 2000 gehört er der Freiwilligen Feuerwehr an.

Ehefrau Monika (41) ist Bankkauffrau und Mitglied der DLRG-Ortsgruppe Anrath. Ihre größte Gemeinsamkeit: Tochter Catrin – die Neunjährige macht seit drei Jahren bei den Roten Musketieren mit. Der 1. Minister heißt Marcus Schäfer (36). An seiner Seite: Ehefrau Bettina (37). Der 2. Minister Stefan Berger (41) wird von Karin Maassen (40) begleitet. Zum Königsoffizier ernannte Carsten I. Bernd Pasch (38) mit Ehefrau Marlies (40).

Zum ersten Mal wird an jedem Schützenfest-Abend im Zelt eine andere Band auftreten. An allen Tagen ist freier Eintritt, dafür kostet das Bier mit 1,60 Euro etwas mehr. Obwohl die Anrather nur rund 130 aktive Schützen haben, werden am Sonntag bei der Festparade um 16.30 Uhr insgesamt rund 450 Schützen und Musiker erwartet. Vor der Parade geben die Flöthbachtaler als besondere Attraktion ein Platzkonzert.

Erstmals hat die St. Sebastianus-Bruderschaft vor, das schönste Schaufenster in Anrath zu prämieren.

Rheinische Post vom 03.09.2006

3. September 2006 at 23:53

Durch die Anrather Straßen zogen die Sebastianus-Schützenbrüder mit ihrem Königspaar Hermann III. und Betty II. (Mitte). FOTO: RPO

Wetter wollte nicht mitziehen

Anrath. Fest in Schützenhand präsentierte sich am Wochenende ganz Anrath. Die St. Sebastianus-Bruderschaft feierte ihr traditionelles Schützen- und Heimatfest. Es startete am Pool. Von Natascha Becker.

Tolle Stimmung und ein gut besuchtes Festzelt, so startete das Anrather Schützen- und Heimatfest der St. Sebastianus-Bruderschaft. Im Festzelt auf dem Martinsplatz knubbelte sich am Freitagabend halb Anrath. König Hermann III. und Betty II. (Fahnenbruck) hatten zur Poolparty eingeladen. Gleich drei Pools zierten das Festzelt. Zwar nicht in Badegröße, sondern eher in Planschrelationen. Vor der Bühne standen, im eigens aufgeschütteten Sand, drei aufblasbare, orangene Kinderschwimmbecken. Und wer sich müde getanzt hatte, der konnte in den daneben stehenden Strandliegen relaxen.

Lockere Outfits anstelle von Uniformen und langen Kleidern, der Schützenfeststart war eine unterhaltsame Fete. „Freitags ist immer eine super-lockere Stimmung, und die Musik ist fetzig. Da kommt man gern“, meinte auch Besucher Ludger Hügens.

„Das ist mein drittes Schützenfest und ich muss sagen, gut“, lachte Bernd Pasch, der verriet, dass er seit Jahren den Schwarzen Husaren angehört und seit dieser Zeit dabei ist. Die gute Stimmung hielt sich auch am Samstag. Dabei half nicht zuletzt das sonnige Wetter.

Freude über Prummetaat

Besonders groß war die Begeisterung im Altenheim St. Josef. Bei strahlendem Sonnenschein saßen die Bewohner auf der Terrasse und freuten sich, als die jungen Musketiere Laura, Isabelle, Wiebke und Pia die traditionelle „Prummetaat“ hereintrugen. Dazu gab es ein Ständchen des Blasorchesters Jahn Bockum und des Trommlercorps Stadtwerke Krefeld. „Wir freuen uns sehr, dass wir beim Schützenfest jedes Jahr einmal im Mittelpunkt stehen. Es ist schön, dass Tradition und Heimatverbundenheit in Anrath gelebt werden“, strahlte Heimleiterin Silvia Küppers.

Mit dem Wetter hatte dann abends die Eröffnungsparade am Kirchplatz zu kämpfen. Als die Kirchentüren aufgingen, blickte Präsident Alexander Oerschkes als erstes mit skeptischem Blick nach oben. Drohende Wolken hatten sich dort versammelt, und die ganze Parade litt zwangsläufig unter dem ungemütlichen Wetter. Es wollte sich bei den wenigen Besuchern keine rechte Stimmung einstellen. Die kam allerdings im Schützenzelt beim Festball.

Auch am gestrigenSonntag hatte die Witterung kein Einsehen. Es blieb grau, trüb und regnerisch. Dabei hatte König Hermann III. bei seiner zweiten Amtszeit doch so auf Sonnenschein gehofft. Dennoch war es ein glanzvoller Umzug durch Anrath, und am Abend bestimmten elegante Kleider und schmucke Uniformen das Bild beim Königsgalaball im Zelt.

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