Rheinische Post vom 09.11.2010

9. November 2010 at 13:42

Stadt WillichRheinische_Post_09.11.2010

Anrather Schützen: Lüpertz folgt Oerschkes

Stadt Willich. „Die Bruderschaft ist und bleibt meine Herzensangelegenheit“, sagte Alexander Oerschkes. Der 46-Jährige hatte infolge beruflicher Insolvenz mit seinen Bäckereien das Amt des Präsidenten der St. Sebastianus Bruderschaft Anrath im Februar niedergelegt.

17 Jahre war er der Präsident gewesen. Bei der Generalversammlung gab es von den Schützen stehende Ovationen für Oerschkes, der wenig später einstimmig zum Ehrenpräsidenten und zum Ehrenmitglied der Bruderschaft gewählt wurde.

Kommissarisch hatte nach dem Abschied von Oerschkes Christian „Lupo“ Lüpertz die Schützen geführt. Der 45-jährige Industriekaufmann bekam jetzt das einmütige Votum der Mitglieder, dies jetzt offiziell als Präsident zu tun. Lüpertz war bislang der erste Brudermeister. Seinen Part übernimmt der 62-jährige, ehemalige Bankdirektor Bernd Straeten, der mit den Frauen, seinen Ministern und dem königlichen Offizier durch das Schützenfest in diesem Jahr geführt hatte. Sein Nachfolger Hans Alsdorf (75) wird im April 2011 gekrönt.

Eigentlich ist Ina Münch (48) als langjährige Geschäftsführerin der Sebastianer nicht weg zu denken. Aus familiären Gründen legt sie dennoch eine Ruhepause ein und kandidierte nicht mehr. Ein Nachfolger wurde bei der Vollversammlung nicht gefunden. „Wir gehen am 11. Dezember in Klausur, werden dann ihre Aufgaben erst einmal verteilen“, sagte Präsident Lüpertz. Hingegen waren die Wiederwahlen des 2. Brudermeisters Stefan Berger, des 2. Schatzmeisters Bernd Pasch und des Beisitzers Dr. Thomas Münch nur Formsache.
Der Termin des Schützenfestes in 2011 steht fest: vom 2. bis 5. September. Rund 60 der 150 Mitglieder kamen zur Jahreshauptversammlung und ernannten einstimmig noch ein zweites Ehrenmitglied: den 74-jährigen Hermann Fahnenbruck, der jahrelang der Spieß der Bruderschaft war und immer noch als Kulissen- und Holzvogelbauer mit dabei ist.

Quelle: RP

Rheinische Post vom 30.08.2010

30. August 2010 at 19:55
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Aufzug der Schwarzen Husaren: Begleitet von ihren Damen in festlichen Kleidern beeindruckten sie mit ihren Uniformen. FOTO: RPO

Stadt Willich

Ein glänzendes Schützenfest

Stadt Willich. König Bernd Straeten (62) hatte mit den Ministern, mit dem Königsoffizier und den Wachzügen beim Anrather Schützenfest jede Menge zu tun. Aber souverän meisterten sie ihre Aufgaben. Gestern brachten sie Joachim Kardinal Meisner zu einem kurzen Empfang ins Festzelt. Heute Abend endet das Fest mit dem Schützenball. Von Willi Schöfer

Der Erzbischof von Köln zeigte sich am Vormittag nach der Festmesse, wie viele ihn kennen und schätzen: kontaktfreudig, volksverbunden, humorvoll. So probierte er einen Zylinder der 30 Jahre alt gewordenen „Chapeau Claque“-Gruppe auf oder schaute sich das schwere Königssilber von König Bernd Straeten an. Auf das Silber hatte der Anrather Juwelier Heinrich Stevens anlässlich der tausendjährigen Geschichte dieses Ortes zusätzlich das Jubiläumslogo mit der Anrather Silhouette gesetzt.

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Stippvisite im Festzelt: Joachim Kardinal Meisner und Schützenkönig Bernd Straeten im vollem Silberschmuck. FOTO: RPO

Das Schützenfest der Sebastianer erlebte gestern Nachmittag einen großen Höhepunkt, als nahezu 400 Schützen und 150 Musiker durch den Ort zogen und sich zur großen Festparade auf dem Kirchplatz versammelten. Die genossen das Königspaar Bernd und Uschi Straeten mit seinen Ministerpaaren Hermann-Josef und Carmen Bommes, Udo Binnemann und Marion Stein sowie Königsoffizier Norbert Biermann. „Was haben die in Anrath viele Männer mit schwarzen Uniformen?“ Für diese Frage von so manchem Beobachter fand sich eine Antwort: Anlässlich des runden Dorfjubiläums hatte einer der beiden Wachzüge, eben die „Schwarzen Husaren“, zahlreiche gleichnamige Schützenformationen vom Niederrhein eingeladen. Der Anrather „Husaren-Spieß“ Marcus Schäfer hieß etwa 150 zusätzliche Schützen willkommen. Nach einem Empfang in der „Husaren-Arena“ der Hausbrauerei Schmitz waren alle dann beim Festumzug dabei.

Es war ein Auftakt nach Maß: bereits die Zeltfete am ersten Abend war sehr gut besucht, es ging fröhlich-friedlich zu, die Uniform konnte noch im Schrank bleiben. Zur Parade am Samstag lachte sogar die Sonne. Erstmals machte auch der Sohn des Königspaars mit, der 33-jährige Stephan Straeten. Und damit hatte der Königszug „Chapeau Claque“ überhaupt nicht gerechnet: Köbi Dirks, der noch 2008 aktiv dabei war und dann nach Thailand auswanderte, war gekommen. Um seinen Besuch nicht vorzeitig zu verraten, war Köbi Dirks in einem Anrather Hotel unter anderem Namen abgestiegen.

Natürlich bekamen die Bewohner des Seniorenheims wieder ihre traditionelle „Pruume Taat“. Und abends im Festzelt – es spielte die Band „Stadtgeflüster“ aus Mönchengladbach – zeigten die „Meisterschützen“ mit tollen Figuren, dass sie die Choreographie von „Dirty Dancing“ temperamentvoll und ziemlich perfekt beherrschen.

Und noch eine weitere Besonderheit bei der gestrigen Parade: Zehn Vereine und Organisationen wie die Freiwillige Feuerwehr oder das Deutsche Rote Kreuz waren mit den Fahnen unterwegs. Gestern marschierte sie noch in der Uniform der Musketiere mit, morgen wird sie eine Schultüte tragen: Katharina Bendt war mit ihren sechs Jahren die jüngste aktive Schützin – am anderen Ende der Skala stand Hännes Alsdorf: das Mitglied der Doktorei ist 75 Jahre alt.

Quelle: RP

Rheinische Post vom 14.08.2010

14. August 2010 at 19:49
Freuen sich auf ihr Schützenfest (v. li.): Königsoffizier Norbert Biermann, Minister Hermann-Josef Bommes, König Bernd Straeten und Minister Udo Binnemann. FOTO: RPO

Freuen sich auf ihr Schützenfest (v. li.): Königsoffizier Norbert Biermann, Minister Hermann-Josef Bommes, König Bernd Straeten und Minister Udo Binnemann. FOTO: RPO

Stadt Willich

Ein erfahrenes Königshaus

Stadt Willich. Vom 27. bis 30. August feiert die St. Sebastianus Bruderschaft Anrath ihr Schützenfest. Für den Sonntag hat sich hoher Besuch angekündigt: Kardinal Meisner gestaltet in der Pfarrkirche St. Johannes ein feierliches Pontifikalamt. Von Willi Schöfer

Sie waren schon einmal König, kennen sich also mit den Amtsgeschäften und dem Protokoll bestens aus. Gemeint sind Bernd Straeten, Hermann-Josef Bommes und Udo Binnemann, die bereits in den Jahren 1992, 1997 und 2004 die Schützenkönige der St. Sebastianus Bruderschaft Anrath waren. Darüber hinaus war Hermann-Josef Bommes 2003 der Willicher Schützenköng. Das Trio steht auch beim Schützenfest der Sebastianer vom 27. bis 30 August in der ersten Reihe: Straeten als König, Bommes und Binnemann als seine Minister.
„Es macht halt immer noch großem Spaß“, sagt der 62-Jährige ehemalige Volksbank-Direktor Bernd Straeten. Seine Ehefrau Uschi, mit der er seit 39 Jahren verheiratet ist, kann dem nur zustimmen. Drei Gründe waren für seinen Entschluss, noch einmal das vielköpfige Regiment anzuführen, entscheidend: die 1000-Jahr-Feierlichkeiten von Anrath, das 30-jährige Bestehen seiner Schützengruppe „Chapeau Claque“ und seine mittlerweile 25-jährige Zugehörigkeit zu dieser Formation, die stets mit schwarzem Anzug, schwarzem Zylinder, Schirm, weißen Handschuhen und weißer Nelke am Revers aufzieht.

„Vergessen Sie nicht unseren Fischkopf“, so stellt Udo Binnemann den königlichen Offizier vor: den aus Hamburg stammenden Norbert Biermann (49). Die Wachzüge sind in diesem Jahr „Chapeau Claque“ und die „Schwarzen Husaren“, die seit Monaten mit Freunden und den Nachbarn der Hausbroicher Straße an der Königsburg arbeiten. Immerhin müssen unter anderem 22 000 rot-weiße Rosen gedreht werden.
„Eines steht fest: König werde ich in Anrath nicht mehr“, sagt Bernd Straeten augenzwinkernd. Wobei er allerdings nicht ausschließt, irgendwann noch einmal auf den Vogel zu zielen. Dann ist er nämlich kein König, sondern Kaiser. Ihm zur Ehren marschiert in diesem Jahr auch sein Sohn Stephan (34) bei „Chapeau Claque“ mit. Tochter Rebecca (30) ist mit dem „Schwarzen Husaren“ Jürgen Waßer verheiratet, der auch schon einmal versucht hatte, Schützenkönig der Sebastianer zu werden.

Das genaue Programm des Festes wird noch vorgestellt. Jedenfalls liegen bereits die kostenfreien Festbücher überall aus und versprechen ein buntes und geselliges Programm, zu dem auch ein hoher kirchlicher Würdenträger sein Erscheinen zugesagt hat: der Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner (76) gestaltet am Sonntag, 29. August, um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes ein feierliches Pontifikalamt, dem sich ein Empfang im Festzelt anschließt. „Vielleicht können wir den Kardinal noch überreden, am großen Umzug am Nachmittag teilzunehmen“, sagt die Geschäftsführerin der Bruderschaft, Ina Münch. Dann ziehen etwa 400 Schützen und 120 Musiker durch Anrath.

Quelle: RP

Westdeutsche Zeitung vom 05.08.2010

5. August 2010 at 20:25
Sie freuen sich aufs Anrather Schützenfest: Norbert Biermann (Königs-Offizier), Hermann-Josef Bommes (1. Minister), König Bernd Straeten und Udo Binnemann (2. Minister).

Sie freuen sich aufs Anrather Schützenfest: Norbert Biermann (Königs-Offizier), Hermann-Josef Bommes (1. Minister), König Bernd Straeten und Udo Binnemann (2. Minister).

Brauchtum: Umbruch bei Sebastianern

Von Rudolf Barnholt

Die Anrather Schützen sind in Vorfreude auf das bevorstehende Fest – mit Kardinal Joachim Meisner.

Anrath. Die St. Sebastianus Bruderschaft Anrath feiert am letzten August-Wochenende Schützenfest und wählt Ende Oktober einen neuen Vorstand. Während das Königshaus vollständig ist, wird im Vorstand die Position des Geschäftsführers beziehungsweise der Geschäftsführerin zu besetzen sein.
Nach zehn Jahren im Amt wird Ina Münch (48) auf eine erneute Kandidatur verzichten. Präsident Alexander Oerschkes hatte sein Amt bereits niedergelegt, als seine Bäckerei in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Im Oktober wird es der Bruderschaft voraussichtlich aber gelingen, den Präsidenten-Posten neu zu besetzen.

„Ich werde nicht ein drittes Mal König.“
Bernd Straeten, amtierender Schützenkönig

Der bisherige 1. Brudermeister und Schützenkönig des Jahres 2003, Christian Lüpertz, hat fest vor, zu kandidieren. Um den dann frei werdenden Posten des 1. Brudermeisters wird sich Schützenkönig Bernd Straeten bewerben.

Das Königshaus 2010 ist überdurchschnittlich Schützenfesterfahren. König Bernd Straeten war 1992 schon einmal König und hat seiner Frau versprochen: „Ich werde nicht ein drittes Mal König.“ Ob er noch einmal auf den Königsvogel schießen wird, ist dadurch allerdings nicht ausgeschlossen, weil er beim dritten Mal ja Kaiser wäre.

Der 1. Minister Hermann-Josef Bommes (49) war in Willich 2003 ASV-König, außerdem 1997 König in Anrath sowie im Jahr 2001 Minister in Clörath-Vennheide. Der 2. Minister Udo Binnemann (55) war 2004 Anrather Schützenkönig und 1996 Minister. Ein unbeschriebenes Blatt ist dagegen Königsoffizier Norbert Biermann (49) – er stammt aus Hamburg.

Für den Kardinal lassen die Schützen die Messe ausfallen

Während der langjährige Präsident Alexander Oerschkes beim Schützenfest nicht mitmachen wird, wird der Kölner Kardinal Meisner erwartet. Für den Kirchenmann stellen die Schützen ihr Programm um: So fällt die Samstagabend-Messe aus, dafür wird am Sonntagvormittag das Pontifikalamt gefeiert. Und anschließend wird der Kardinal – so ist es zumindest vorgesehen – im Schützenzelt einen Empfang geben. Die Ehrungen werden deshalb von Sonntag auf Montag verschoben.

Der Schützenzug am Sonntagnachmittag wird diesmal besonders imposant: Die Schwarzen Husaren, die ebenso wie Chapeau Claque einen Königszug bilden, werden rund 150 Husaren aus den umliegenden Städten einladen. Bernd Straeten, König und Bankdirektor im Ruhestand und Königin Uschi I. Straeten werden bald miterleben, wie aus ihrem Haus auf der Hausbroicher Straße 94 eine schmucke Residenz wird – 20000 Röschen sind bereits gedreht worden.

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