Rheinische Post vom 05.09.2011

5. September 2011 at 20:07
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König Hans Alsdorf, der älteste Schütze der Anrather Bruderschaft, grüßte mit seiner Frau Brigitte an der Seite die Schützen, die ihm zu Ehren angetreten waren. FOTO: Kaiser

Stadt Willich

König Hans grüßt Anrath

Stadt Willich. Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Anrath hat am Wochenende ihr Schützenfest gefeiert. Es geht am Montag zu Ende. Dann wird beim Vogelschuss der Nachfolger für König Hans Alsdorf ermittelt. Von Willi Schöfer

Auch wenn die schwülen und hochsommerlichen Temperaturen so manchen abhielten, waren Präsident Christian Lüpertz und der Erste Brudermeister Bernd Straeten mit dem bisherigen Ablauf des Anrather Schützenfestes zufrieden. Christian Lüpertz sah sich mit der Reiterstaffel der „Heckenschützen“ am gestrigen Nachmittag sogar hoch zu Ross den Trubel an, als sich etwa 500 Schützen und Musiker nach dem Umzug zur festlichen Parade im Zentrum trafen.

Und noch jemandem machte es sichtlich Spaß, dabei zu sein: der 75-jährige Hans Alsdorf, das älteste Mitglied der Sebastianer, hatte den Sprung vom Generalarzt zum König geschafft. Er eröffnete auch mit seiner Brigitte, mit der er seit 44 Jahren verheiratet ist, den ersten großen Festball. Das Paar tanzte zu den Klängen der Duisburger Band „Herzschlag“ den Donauwalzer, Auch hier Bestnoten, ebenfalls für die Ministerpaare Albert und Inge Schinkels und Dr. Thomas und Ina Münch. Königsoffzier Dr. Ralf Oerschkes hatte Tochter Isabelle an seiner Seite.

Die Haus-Brauerei Schmitz war diesmal die Königsburg. Hier machten 5000 weiß-gelbe Rosen auf das gesellschaftliche Top-Ereignis der Bruderschaft aufmerksam. Etwa 300 Meter davon entfernt stand das Festzelt, in dem der Trubel mit der 13. Zeltfete der Sebastianer und mit „Sound Express“ begann. Viele Besucher standen auch draußen am Bierpavillon und hörten zu.

Die Abordnungen, die Spieß Thomas Villmann aus seinem Kommandowagen heraus dirigierte, waren unterschiedlich groß. Größte Gruppe, weil 20 Mann stark, waren diesmal die „Meisterschützen“, während die „Roten Husaren“ nur ein Duo dabei hatten.

Stets mittendrin war der langjährige Präsident der St. Sebastinaus Bruderschaft, Alexander Oerschkes. Er sollte beim gestrigen Königsgalaball besonders im Mittelpunkt stehen. Unter langanhaltendem Beifall wurde Oerschkes zum neuen Ehrenpräsident und gemeinsam mit dem ehemaligen Spieß Hermann Fahnenbrock zum Ehrenmitglied ernannt.

Auch wenn Generalarzt Alsdorf und Oberstabsarzt Schinkels in anderer Funktion unterwegs waren und diesmal die kleinen Fläschchen Hochprozentiges nicht ausgeben konnten, wurden Schützen und Besucher natürlich an den anderen „Tränken“ entschädigt. Still wurde es dann am Sonntagnachmittag, als auf dem Paradeplatz der Zapfenstreich gespielt wurde.

Quelle: RP

Rheinische Post vom 31.08.2011

31. August 2011 at 20:00
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Das Anrather Königshaus (v. li.): Isabelle und Ralf Oerschkes, Inge und Bert Schinkels, Hans und Brigitte Alsdorf sowie Ina und Thomas Münch. FOTO: Kaiser

Stadt Willich

Der älteste aktive Schütze ist König in Anrath

Stadt Willich. Ehefrau Brigitte war erst etwas sprachlos, als ihr Hans, mit dem sie seit 1967 verheiratet ist, den Holzvogel mit dem 186. Schuss erledigte. So langsam fand sie aber Spaß daran, mit ihm das Königspaar der St. Sebastianus Bruderschaft zu bilden. Von Willi Schöfer

Bald ist es soweit: vom 2. bis 5. September werden die beiden das Anrather Heimatfest anführen. Unterstützt und begleitet wird Hans Alsdorf, der mit seinen 75 Jahren das älteste aktive Mitglied der Sebastianer ist, von ehemaligen Königen: 1. Minister ist Albert Schinkels mit seiner Frau Inge, 2. Minister Dr. Thomas Münch mit Ina und Königsoffizier Dr. Ralf Oerschkes hat sich seine 17-jährige Tochter Isabelle zur Begleitung genommen. „Meine Ehefrau Andrea wollte nicht so im Rampenlicht stehen, ist aber natürlich bei den Ereignissen dabei“, sagt der promovierte Chemiker.

Wachzüge sind gleich drei Formationen: die „Anroder Offiziere“, die Frauengruppe „Corps Soevia“ und die Mediziner, aus der König und der erste Minister kommen. Auf den „Generalarzt“ Hennes Alsdorf und den „Oberstarzt“ Bert Schinkels werden die Schützen in diesem Jahr leider verzichten müssen. Königsburg wird die Hausbrauerei Schmitz-Mönk, rund 5000 gelbe Rosen sind bereits gedreht.

Die Bruderschaft mit ihrem Präsidenten Christian Lüpertz hat derzeit rund 110 aktive Schützen, darunter 25 Mädchen und junge Damen. Neu ist die Formation der „Anrather Mädels“ mit ihren schwarzen Hosen, weißen Blusen und schwarzen Westen. Schützenkönig Hans Alsdorf schätzt vor allem die aktive Jungschützen-Abteilung. Anstelle von Geschenken bittet das Königshaus um Spenden für die jungen Sebastianer. Neben den Fest- und Tanzbälle ist vor allem auf den Straßen am Sonntag, 4. September, etwas los, wenn am Nachmittag etwa 600 Schützen und Musiker beim großen Festumzug aufziehen und -spielen. Einige Neuerungen sind, dass die „Flöthbachtaler Musikanten“ am Schützenfestssonntag vor dem Eintreffen der Schützen von 15 bis 16 Uhr auf der Tribüne an der Volksbank ein Platzkonzert geben und auch während des Königsvogelschießens am Montag aufspielen.

An allen Tagen des Schützenfestes ist freier Eintritt ins Festzelt. Los geht es am kommenden Freitag, 2. September, ab 20 Uhr, mit der 13. Sebastianer Zeltfete und der Krefelder Coverband „Sound Express“. Am Samstag, 3. September, werden die Sebastianer nach dem Setzen des Schützenbaumes am Festzelt gegen 15.10 Uhr den Bewohnern des Altenheims „Pruumetaat“ überreichen. Die Festmesse in der Pfarrkirche St. Johannes beginnt um 18.30 Uhr, direkt danach ist die Eröffnungsparade am Kirchplatz. Die Band „Herzschlag“ nimmt dann beim Festball die Instrumente in die Hand.

Am Sonntag, 4. September, legen die Schützen um 10.30 Uhr auf dem Friedhof einen Kranz nieder. Eine halbe Stunde später spielt „TV Jahn Bockum“ beim Frühschoppen im Festzelt auf. Dabei kommt es auch zu einigen Ehrungen. Der große Festumzug setzt sich um 15.35 Uhr in Bewegung. Etwa eine Stunde später folgt die Festparade mit Zapfenstreich. „Herzschlag“ spielt beim Königsgalaball ab 20 Uhr. Am Montag, 5. September, ist um 16.50 Uhr die Abschluss- und Juxparade am Kirchplatz, um 18 Uhr das Vogelschießen an der Schießrute Wöbel und um 20 Uhr der Schützenball im Festzelt mit der Band „Soundtrack“ aus Schwalmtal.

Quelle: RP

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