Schwarze Husaren

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V.l.n.r.: Bernd Pasch, Thomas Kollenbroich, Heinz-Peter Grütters, Bernd Scheuvens, Stefan Berger, Guido Kocks, Uwe Raul, Carsten Stuwe, Rolf Auzra, Andreas Kloss, Detlev Nöhles, Marcus Schäfer, Mark Bock, Jürgen Waßer, Jochen Böckers, Rolf Kater, Matthias Geißels – Es fehlen: Ulrich Lohmanns, Thomas Schmitz

Der Schützenverein: ein Auslaufmodell?

Nach wie vor liest und hört man von Bruderschaften, Gilden und Vereinen mit Nachwuchssorgen und Mitgliederschwund. Auch für die Zuschauer und Festgäste bieten Schützenfeste heutzutage wenig Abwechslung, die Besucher bleiben den Veranstaltungen, Umzügen, Paraden und Zeltbällen fern.

Doch woran liegt das? Sind es nur die Auflagen der Behörden, das Rauchverbot, die angespannte allgemeine Finanzlage oder gar das Wetter? Sicherlich tragen die genannten Gründe viel dazu bei. Aber der Hauptgrund ist an anderer Stelle zu suchen: Wir können mit unseren Schützenfesten die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr erreichen.

Die Bevölkerungsstrukturen in Anrath haben sich im Laufe der letzten 20 Jahre deutlich verändert.

Unser schöner Ort Anrath ist – verständlicherweise – ein neues Zuhause für viele Menschen aus größeren Städten geworden. Schützenvereine gehören zu den Traditionen, die insbesondere in ländlichen Gebieten gepflegt werden. Vielen Neubürgern fehlt schlichtweg das Verständnis für unser Brauchtum.

Die Schwarzen Husaren fragen sich: Was muss hier geschehen, damit sich die Anrather Bevölkerung wieder verstärkt für unsere Bruderschaft und ihre Feste interessiert?

Die Jugendarbeit der Anrather St. Sebastianus Bruderschaft ist vorbildlich: Sowohl unsere amtierende Königin Natascha I. als auch die Königshäuser um Christoph Seffern und Mark Bock (Timmermans) sind aus (teils ehemaligen) Jungschützen hervorgegangen. Die Schwarzen Husaren stellen seit mehr als einem Jahrzehnt den Jungschützenmeister. Darüber hinaus liefern die Husaren mit der im vergangenen Jahr neu gegründeten Jugendgruppe einen weiteren Beitrag zur Nachwuchsarbeit. Auch der Bruderschaftsvorstand und die übrigen Gruppen leisten eine hervorragende Arbeit im Bereich Nachwuchsförderung und Programmgestaltung.

Unser Schützenfest bietet viel Abwechslung zwischen Tradition und moderner Party.

Freier Eintritt im Festzelt, Top-Bands mit abwechslungsreichem Repertoire, Verzicht auf allzu langatmige Reden, Ansprachen und Ehrungen – all dies sind Elemente, die man in umliegenden Orten vergeblich sucht.

Und dennoch ist der Bevölkerungszuspruch gering, feiern wir Sonntag- und Montagabend fast ausschließlich unter uns Uniformierten die Schützenbälle. Es ist fraglich, wie lange dies finanziell noch aufrechterhalten werden kann. Daher müssen wir gemeinschaftlich daran arbeiten, neue Wege zu gehen und das Schützenfest zu einem neuen Anziehungspunkt zu machen.

Die jungen Königshäuser – dieses Jahr wie auch in den letzten Jahren – beweisen, dass unser Verein weltoffen und alles andere als angestaubt ist. Die Gastvereine der Schwarzen Husaren reagierten oft zunächst mit Verwunderung über unsere „merkwürdigen“ Königstänze („Wie?! Kein Walzer??“) oder die das breite Publikum ansprechende Live-Musik. Zum Ende des Abends hin wurde uns jedoch stets bestätigt: „So kann man also auch Schützenfest feiern und wir kommen gerne wieder!“.
Für die nahe Zukunft wünschen sich die Schwarzen Husaren eine weiterhin positive Entwicklung des Anrather Schützenwesens und wir sind stets bereit, Veränderungen aktiv zu unterstützen und voranzutreiben.

Unsere Ideen werden wir mit dem Vorstand teilen und hoffen auf Zuspruch aller übrigen Vereinskameraden – denn nur gemeinsam sind wir stark und nur gemeinsam können wir Schützenfest feiern!

Zugkönigshaus 2015 der Schwarzen Husaren ist Gruppenkönig Ulrich Lohmanns mit seinen Ministern Thomas Schmitz und Heinz-Peter Grütters

Zugkönigshaus 2015 der Schwarzen Husaren ist Gruppenkönig Ulrich Lohmanns
mit seinen Ministern Thomas Schmitz und Heinz-Peter Grütters